Programmatische Ansagen für die Werbung

22. September 2016, 07:30
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"Was programmatisch werden kann, wird es auch": Medientage erfreuen sich an Programmatic Advertising

Wien – Steht die konventionelle Werbebuchung vor einem kompletten Umbruch? Das fragte Moderatorin Marcela Atria Mittwoch bei den österreichischen Medientagen ihr Panel über "Programmatic Advertising – die Zukunft der Werbung", also über automatisiertem und individualisierten Ein- und Verkauf von Werbeflächen in Echtzeit.

Der Niederländer Alex Stil von GroupM connect, einer Unit für Programmatic Advertising der weltweit größten Mediaagentur-Holding, präsentierte in einem Impulsvortrag das Werbephänomen und gab Einblicke in dieses rasant wachsende Feld der Online-Werbung. Er sieht programmatische Werbung als größte Möglichkeit in der Werbebranche und beruhigt die Branche: Werbeagenturen (und die Jobs dort) würden dadurch nicht überflüssig. Die Branche könnte im Gegenteil gar nicht genug kluge Köpfe haben.

Auf dem Podium dann etwa Martin Gaiger, Geschäftsführer von Kurier Digital, Matthias Stöcher, Anzeigenleiter des STANDARD, Frederike Voss, Geschäftsführerin und Co-Gründerin von Orbyd, das Service rund um Programmatic Advertising anbietet, und Siegfried Stepke, Geschäftsführer der Wiener Agentur e-dialog.

"Was programmatisch werden kann, wird es"

Aus dem Panel jedenfalls kann man ableiten: Programmatic Advertising ist stark im Kommen. Alex Stils Formel: "Was programmatisch werden kann, wird es auch." Alle Anwesenden traten vor wenigen Jahren in dieses Werbefeld ein und bescheinigen ihm eine große Zukunft: Abwicklungsprozesse werden automatisiert, Werbung werde effizienter.

Matthias Stöcher sieht den zentralen Vorteil in "der Möglichkeit des Werbekunden, zu targeten", wertvolles Werbeinventar könne hochwertiger verkauft werden. Es eröffne auch zusätzliche Verkaufsmöglichkeiten, etwa im Ausland.

Programmatic Advertising werde keine Jobs kosten, versichert man auf dem Panel, doch die Aufgaben würden sich durchaus verändern. Laut André Eckert von der austria.com plus gibt es jedoch einen "skill war", einen Kampf um die best ausgebildetsten Mitarbeiter.

Moderatorin Marcela Atria fasste durchaus euphorisch zusammen: "Fangen Sie heute an, bleiben sie dran!" (chri, 21.9.2016)

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