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Aus eins mach zwei

22. September 2016, 09:47

Martin Schwaighofer zog es für einen zweiten Abschluss nach Italien. Er profitierte von einem Double Degree Abkommen der FH OÖ Campus Hagenberg mit der Universität Kalabrien.

"Ich war ein bisschen das Versuchskaninchen", sagt Schwaighofer. Im Rahmen des Double Degree Abkommens zwischen seinem Masterstudiengang Software Engineering und der Universität von Kalabrien ging er als erster Student sechs Monate lang zum Studieren nach Italien.

Double Degrees im IT-Bereich sind selten und der Vorteil eines solchen ist attraktiv: mit nur einem Studium können zwei Abschlüsse erworben werden. Damit verbunden ist, dass ein Semester an der Partnerhochschule absolviert und die Masterarbeiten mit beiden Institutionen erarbeitet wird. Martin Schwaighofer sah die Gelegenheit, das Prestige eines zweiten akademischen Titels mit dem Abenteuer eines Semesters im Ausland zu verbinden – auch wenn das bedeutete die eigene Komfort-Zone zu verlassen.

Neue Herausforderungen

Vom beschaulichen Campus Hagenberg ging es an die kalabrische Universität, an der 33.000 und somit 22-mal mehr Menschen studieren – eine echte Umstellung für Schwaighofer. Mit der Unterrichtssprache Englisch tat er sich allerdings leichter als einige der italienischen Studierenden. Aber es gab auch Ähnlichkeiten, sagt Schwaighofer: "Die Studierenden dort leben am Campus, sie lernen gemeinsam, alles ist sehr kollegial!"

Studentischer Schmelztiegel

Martin Schwaighofer war zwar der einzige Österreicher an der kalabrischen Universität, aber bei weitem nicht der einzige internationale Studierende. Spanier, Türken und Russen, aber auch Studierende aus Indien, Pakistan oder Äthiopien werden an dieser öffentlichen italienischen Hochschule, die im Forschungsbereich künstliche Intelligenz regelmäßig ausgezeichnet wird, ausgebildet.

Neue Horizonte

Für Schwaighofer war der Auslandsaufenthalt auf jeden Fall horizonterweiternd: "Hier studieren viele junge Leute, die sozial aufsteigen wollen. Entsprechend stark sind bei ihnen der Drive und die Motivation. Dieser Antrieb ist ansteckend." Und wenn im Herbst seine Abschlussarbeit an beiden Hochschulen approbiert wird, ist er nicht nur "Master of Science in Engineering", sondern auch "Dottore Magistrale in Informatica".

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    foto: privat
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