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Fakultät Wels: Forschungsspitze

21. September 2016, 10:06

Die FH Oberösterreich ist die forschungsstärkste FH des Landes, mehr als ein Drittel des Umsatzes der F&E der FH OÖ kommt aus Wels. Der Bereich "Industrie 4.0" wird nun mit einem Kompetenzzentrum erweitert.

Es sind 127 wissenschaftliche MitarbeiterInnen, die in Wels Forschung betreiben. Zusammen mit Studierenden, ProfessorInnen und TechnikerInnen arbeiten sie an 137 F&E-Projekten. Es sind die großen Zukunftsthemen, die die ForscherInnen hier beschäftigen: Industrie 4.0, erneuerbare Energien, Biotechnologie, Lebensmittelforschung, ... Die enge Zusammenarbeit mit der Industrie ist dabei einer der Pfeiler des Erfolgs, weiß Dr. Christoph Heinzl, Leiter des Research-Centers an der FH OÖ Fakultät Wels: "Unternehmen lagern ihre Forschungsprojekte zu uns aus, Studierende und ForscherInnen, die in die Industrie wechseln, werden später wieder unsere Auftraggeber!" Zu den wichtigsten Firmenkunden in Wels zählen Großunternehmen wie voestalpine Stahl, MAN Truck und Bus oder BMW, aber auch regional gewachsene Firmen wie Rübig oder MARK Metallwarenfabrik.

Die intelligenten Roboter kommen

Was in Wels geplant wird, ist nicht weniger als eine Pilotfabrik der Zukunft. Und diese zeichnet sich gemäß dem Modell der Industrie 4.0 durch die Vernetzung von kommunizierenden Maschinen, Werkzeugen, Aufträgen und Produkten aus. "Daraus resultieren kürzere Innovationszyklen, flexiblere Fertigung, neue Geschäftsmodelle und die optimale Ausschöpfung von Ressourcen", erklärt der Projektleiter FH-Prof. Dr.-Ing. Aziz Huskic. Um diese Ziele realisieren zu können, werden zumindest drei intelligente Roboter angeschafft, welche gemeinsam mit Menschen "Hand in Hand" unterschiedliche industrielle Lösungen abbilden werden. "Center for Smart Manufacturing" ist der Name dieser digitalen Fabrik, die gleichermaßen ForscherInnen, Studierenden und Unternehmen zur Verfügung stehen soll. Mit den Schwerpunkten in Hagenberg und in Steyr rundet das "CSM" die wichtigsten Themen der vierten industriellen Revolution ab. Darüber hinaus entstehen Kooperationen mit "Smart Factory" der TU-Graz und mit der JKU.

3D-Druck, next Generation

Ein weiteres Standbein der Pilotfabrik der Zukunft stellt der 3D-Druck in Wels dar. Er gilt als eine der Schlüsseltechnologien für Herausforderungen wie kürzere Entwicklungszyklen und die Individualisierung von Produkten. Hierbei wird vor allem die Möglichkeit der Herstellung von komplexen Bauteilen mit integrierten Funktionen ausgenutzt. Dadurch lässt sich nicht nur die Funktionalität vieler Bauteile verbessern, sondern Materialabfall und Nachbearbeitungszeit reduzieren. Heuer wird in eine Anlage mit der Möglichkeit der Hybridbearbeitung (Fräsen und 3D-Drucken) investiert, sodass in Wels alle Kerntechnologien für die generative Fertigung vorhanden sind. Damit kann die FH OÖ die Österreichische Industrie beim Einsatz der zukunftweisenden Technologie unterstützen. Die FH OÖ sorgt aber auch für die Ausbildung von SpezialistInnen. So wurde bereits in fünf Studiengängen in Wels neben studentischen Projekten auch eine integrierte Lehrveranstaltung etabliert, so dass sich Studierende mit dem Thema 3D-Druck bereits im Bachelorstudium intensiv beschäftigen.

Weitere Infos: www.fh-ooe.at/research-center-wels

  • Artikelbild
    foto: fh oö
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