Das beste Stück ... nachgefragt bei Eva Schlegel

Kolumne25. September 2016, 16:00
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Michael Hausenblas fragt die Künstlerin, warum sie auf zwei Ringe besonders abfährt

"Eigentlich wollte ich gern meinen Pass als 'Bestes Stück' herzeigen. Ihn hab ich immer dabei. Er symbolisiert für mich die Freiheit des Reisens und hat in Zeiten wie diesen eine noch größere Bedeutung. Das sollte man sich immer wieder vergegenwärtigen.

Ich hab mich dann aber doch für diese zwei Ringe entschieden, die ich immer trage. Nur nachts lege ich sie ab. Auch wenn es vielleicht ein Aberglaube ist, aber man sollte in der Nacht keine geschlossenen Kreise am Körper tragen, also auch keine Ringe oder Uhren.

Den einen Ring hat meine langjährige Freundin Anna Heindl entworfen. Ich besitze einiges an Schmuck von ihr. Der andere ist mein Ehering. Der Entwurf stammt von meinem Mann Charlie Pruscha und der Schmuckkünstlerin Barbara Urban.

Der Ring hat Gelenke, man kann ihn zusammenklappen. Der Stein stammt aus Sri Lanka, wo wir ein Haus haben. Das macht ihn für mich noch wertvoller, als er ohnehin schon ist." (Michael Hausenblas, RONDO, 23.9.2016)

Ab 19. 10. ist im Naturhistorischen Museum Wien eine begehbare Rauminstallation von Eva Schlegel, Barbara Imhof und Damjan Minovski zu sehen.

  • Eva Schlegel: "Diese zwei Ringe trage ich immer. Nur nachts lege ich sie ab."
    foto: nathan murrell

    Eva Schlegel: "Diese zwei Ringe trage ich immer. Nur nachts lege ich sie ab."

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