Kein Treffen von Berliner Staatsballett und Sasha Waltz

20. September 2016, 16:00
posten

Compagnie ist nicht überzeugt von designierter Leitung

Berlin – Seit Sasha Waltz Anfang September zur neuen Ko-Intendantin des Berliner Staatsballetts berufen wurde, hörte die Kritik seitens dessen Ensembles nicht auf. Am Montag sagten die rund 90 Tänzer ein für heute, Dienstag, anberaumtes Treffen mit Waltz ab. Grund: Die Kulturverwaltung hätte verlangt, Fragen für das Treffen 24 Stunden davor vorgelegt zu bekommen. Außerdem fehle ein Konzept für die Doppelintendanz mit Johannes Öhman, Direktor des Royal Swedish Ballett. Als Befürchtung war zudem von Beginn an genannt worden, als Vertreterin des Tanztheaters sei Waltz für die Leitung einer klassischen Ballettkompanie ungeeignet.

"Wir finden es bedauernswert, dass der aktuelle Ton, der aggressive Diskurs und die Verbreitung von Desinformation das Ansehen der Institution Staatsballett schädigt", heißt es in einem Brief, den das designierte Leitungs-Duo als Reaktion auf die Gesprächsabsage veröffentlichte. Man sei offen für "konstruktiven Dialog". Zeit für einen solchen gibt es noch genug: Waltz und Öhman sollen die Stellen erst mit der Saison 2018/19 antreten. (red, 20.9.2016)

Share if you care.