Rapid zu Gast in Hernals, Austria in Döbling

20. September 2016, 15:27
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Bundesligisten nur mäßig gefordert: Rapid auf Sportclubplatz gegen Leobendorf – Austria-Coach Fink will gegen Vienna Reaktion sehen – Sturm Graz gegen Bad Wimsbach

St. Pölten – Sieben Bundesligisten sind am Mittwoch in der zweiten Runde des ÖFB-Cups gegen Vertreter unterklassiger Ligen gefordert. Austria und Rapid dürfen in Wien bleiben, da der SV Leobendorf die Grün-Weißen auf dem Sportclubplatz empfängt und die Austria bei der Vienna gastiert. Titelverteidiger Red Bull Salzburg will in Mannsdorf den 20. Cup-Sieg in Folge.

Leobendorf, in der niederösterreichischen Landesliga derzeit Zweiter, verzichtet auf den Heimvorteil, da im Franz-Haas-Stadion nur knapp 1.000 Zuschauer Platz finden. Die weitaus geräumigere Heimstätte des Wiener Sportklubs ist heuer bereits Cup-erprobt – und für Rapid kein schlechtes Omen. In der Auftaktrunde setzten sich die Hütteldorfer in Hernals gegen den FC Karabakh 3:1 durch.

Nun soll am Mittwoch (18 Uhr, live Puls 4) auch Leobendorf keine Hürde sein. Das letzte Duell datiert aus dem Jahr 2010, als Rapid einen Test mit 11:0 gewann. Bekanntester Spieler bei Leobendorf ist Stürmer Mario Konrad (33), der seinen Heimatverein 1995 verließ, um im Rapid-Nachwuchs zu beginnen. Nach Jahren unter anderem bei Schwarz-Weiß Bregenz, dem LASK und Unterhaching stand er 2009 bis 2011 in Rapids Profikader und erzielte in 21 Pflichtspielen sechs Treffer.

Kleines Wiener Derby

Zu einem Wiener Derby kommt es später am Abend (20.20 Uhr, live ORF Sport+) weiter nördlich. In Döbling empfängt die Vienna Rekordcupsieger Austria. Trainer Thorsten Fink erwartet nach der 1:4-Pleite am Sonntag gegen Salzburg eine Reaktion seiner Mannschaft. "Insgesamt war es für mich enttäuschend, weil wir besser spielen können", meinte der Deutsche. Sein Gegenüber Hans Kleer kickte in seiner Jugend übrigens acht Jahre im Nachwuchs der Violetten.

Die Bilanz spricht klar für die Austria. In bisher 17 Duellen seit 1921 behielten die "Veilchen" 14 Mal die Oberhand, während die Blau-Gelben nur dreimal weiterkamen. Zuletzt begegneten sich die zwei Wiener Vereine am 11. Juli 2014 in der ersten Cup-Runde. Das Spiel ging mit einem 6:0-Auswärtserfolg klar an den Bundesligisten. Von der damaligen Startaufstellung sind mit Jens Stryger Larsen, Alexander Grünwald und dem derzeit verletzten David de Paula nur noch drei Spieler im Austria-Kader.

Wiedersehen

Auf Bundesliga-Spitzenreiter Sturm Graz wartet beim Fünftligisten Bad Wimsbach ein Duell David gegen Goliath. Trainer Franco Foda wird einigen Spielern eine Chance geben, die zuletzt mit Bank oder Tribüne vorliebnehmen mussten. Für den Gegner aus Oberösterreich war das Los "ein Traum", wie Trainer Christoph Brunmayr sagte. Er hoffe auf 1.000 Zuseher.

Salzburg ist im Cup seit 19 Spielen ungeschlagen, in den vergangenen drei Jahren holten die Bullen jeweils den Titel. Die letzte Niederlage setzte es beim 1:2 im Halbfinale am 7. Mai 2013 gegen den Regionalligisten Pasching. Mit Mannsdorf ist diesmal ein Team der Regionalliga Ost Gegner in der zweiten Runde. Die beiden Vereine standen einander noch nie im Cup gegenüber.

Bundesliga gegen Regionalliga

Ein Duell Bundesliga gegen Regionalliga stehen auch dem SCR Altach, Admira Wacker Mödling und dem SV Mattersburg bevor. Altach muss zum ASK Ebreichsdorf vor den Toren Wiens, die strauchelnde Admira im Burgenland eine schwierige Aufgabe lösen. Denn der SV Ritzing ist Ostliga-Tabellenführer und hat im Kader einige Spieler mit Erstliga-Erfahrung. Der bekannteste ist Ex-Austrianer Tomas Jun.

"Sie konnten bislang alle Spiele der Regionalliga Ost gewinnen und demnach müssen wir an unsere absolute Leistungsgrenze gehen", sagte Admira-Trainer Oliver Lederer. Mattersburg spielt beim Regionalliga-Mitte-Klub Lafnitz in der Steiermark. Der Trainer der Gastgeber, Ferdinand Feldhofer, ist ein ehemaliger Sturm-Graz-Kollege des nunmehrigen Mattersburg-Coachs Ivica Vastic. (APA, 20.9.2016)

ÖFB-Cup, 2. Runde, Mittwoch

18 Uhr
SV Leobendorf – SK Rapid Wien (Sportclubplatz, live Puls 4)

18.30 Uhr
SK Bad Wimsbach – SK Puntigamer Sturm Graz

19 Uhr
ASK Ebreichsdorf – Cashpoint SCR Altach
SC Mannsdorf – Red Bull Salzburg
SV Lafnitz – SV Mattersburg

19.30 Uhr
SC Ritzing – FC Admira Wacker Mödling

20.20 Uhr
Vienna – FK Austria Wien (live ORF Sport +)

  • Die Austria will nach der Schlappe gegen Salzburg wieder mehr Kampfeslust an den Tag legen.
    foto: apa/schlager

    Die Austria will nach der Schlappe gegen Salzburg wieder mehr Kampfeslust an den Tag legen.

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