Zukunft der Mobilität ohne eigenes Auto

19. September 2016, 17:21
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Die Entwicklung geht laut Studie zu individuellen Mobilitätslösungen, die Ausgaben für Autos werden drastisch sinken

Berlin/Wien – Die Art und Weise der menschlichen Fortbewegung wird sich in den nächsten 25 Jahren grundlegend ändern. In welche Richtungen es gehen könnte, hat sich der internationale Strategieberater Oliver Wyman in einer globalen Studie angesehen.

Wie andere Experten auch, gehen die Studienautoren davon aus, dass die Entwicklung des Verkehrssektors vom Verzicht auf das eigene Auto geprägt sein wird. "Shared Mobility" mit individualisierten Mobilitätslösungen lautet das Schlagwort, das verschiedene Fortbewegungsarten subsumiert. Immer mehr Menschen werden ihre Mobilitätsbedürfnisse mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Fahrrad oder Mietwagen – vom klassischen Angebot bis zum Car Sharing – erfüllen.

"Die sogenannte Shared Mobility wird in den nach wie vor weiter wachsenden Städten und Ballungsgebieten einen nennenswert größeren Anteil erreichen – nicht nur bei uns in Europa, sondern in der ganzen Welt", so Wyman-Verkehrsexperte Joris D'Incà.

Dass diese Entwicklung mit erheblichen Konsequenzen für die Automobilindustrie einhergeht, liegt auf der Hand. Es sei zu erwarten, dass in 25 Jahren private Ausgaben für eigene Autos um 25 bis 30 Prozent zurückgegangen sein werden, betont der Mit-Autor der Studie "Mobility 2040".

Vor allem in den hoch entwickelten Industrieländern werde dieser Trend spürbar werden. So würden in Deutschland die Ausgaben für individuelle Automobilität von derzeit 75 Prozent aller Ausgaben für Personentransport auf 56 Prozent schrumpfen. (rebu,20.9.2016)

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