Flüchtlinge: Polizei bereitet in Nickelsdorf Zäune vor

19. September 2016, 14:54
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Vorerst werden Bodenanker für Zaun gesetzt – Umzäunung am Grenzübergang selbst aus Sicherheitsgründen

Nickelsdorf/Eisenstadt – Beim Grenzübergang Nickelsdorf (Bezirk Neusiedl am See) wird derzeit auf österreichischer Seite gebaut. Es werde ein Grenzmanagement eingerichtet, zu dem Zäune beiderseits der Grenzkontrollpunkte gehören, erläuterte der Leiter der einsatz-, grenz- und fremdenpolizeilichen Abteilung im Burgenland, Oberst Christian Knopf. Die Zäune würden jedoch noch nicht aufgestellt, sondern lediglich vorbereitet.

Ein Zaun soll sich im Fall der Inkraftsetzung des Grenzmanagements von der Ostautobahn in Richtung Nova-Rock-Gelände über eine Länge von etwa 1,8 bis zwei Kilometer erstrecken. "Da werden momentan die Bodenanker gesetzt", beschrieb Knopf.

Diese bestünden aus sehr großen Schrauben, die in den Boden gedreht werden. "Der Zaun dazu wird derzeit nicht aufgestellt", so Knopf. Ein weiterer Zaunabschnitt sei von der B10 Richtung Bahnlinie geplant, auch hier würden die Bodenanker gesetzt.

130 Container aufgestellt

Man arbeite noch immer daran, das Areal in Nickelsdorf für verschiedene Zwecke zu adaptieren – basierend auf den Geschehnissen im Vorjahr, wo man sich mit der Infrastruktur schwergetan habe. Bisher wurden zwei Komplexe mit insgesamt 130 Containern aufgestellt, wo man Migranten beispielsweise asylrechtlich befragen und registrieren könne, erläuterte Knopf.

In zwei Bereichen – auf dem Areal des Lkw-Parkplatzes und hinter der Polizeidienststelle verlaufend, von der B10 bis zur Ostautobahn (A4) – werden schon jetzt fix Zäune errichtet, so der Oberst. Der Zaun beim Lkw-Parkplatz werde einerseits zum Selbstschutz aufgestellt – "während des Baus haben schon Leute versucht einzubrechen" – und andererseits, weil sich dort zum Teil auch Festgenommene befänden.

Der zweite Zaun soll jene Punkte verbinden, an denen die Polizei in Nickelsdorf kontrolliert – auf der Autobahn, bei der Lkw-Einreise und bei der Landesstraße. Auf diese Weise wolle man verhindern, dass die Kontrollen umgangen werden. (APA, 19.9.2016)

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