Vermeintliche Bombe in Graz entpuppte sich als "Geocache"

19. September 2016, 13:00
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Zeugen brachten Teil einer GPS-Schnitzeljagd zur Polizei

Ein verdächtiger länglicher Gegenstand, der am Sonntagnachmittag im Grazer Bezirk Lend gefunden worden ist, hat sich bei der Überprüfung durch die Polizei als "Geocache" – ein Punkt einer elektronischen Schnitzeljagd mit GPS – herausgestellt. Zwei Personen beobachteten einen Mann, der das Röhrchen unter einer Stiege abgelegt hatte. Sie trugen die vermeintliche Bombe zur Polizei.

Verdächtigung

Der Unbekannte hatte gegen 16.10 Uhr ein etwa 15 Zentimeter langes Plastik-Röhrchen unter einer Metallstiege am Bahnhofgürtel deponiert. Das Röhrchen hatte einen grünen Schraubverschluss, der mit grauem Klebeband umwickelt war. Dann hatte sich der Mann laut den zwei Zeugen "ruhigen Schrittes" entfernt. Die beiden holten den Gegenstand unter der Stiege hervor und brachten ihn zur Polizeiinspektion Hauptbahnhof.

Da der Verdacht bestand, es könnte sich eventuell um eine Rohrbombe handeln, wurden Experten des Entschärfungsdienstes und ein Sprengstoffspürhund angefordert. Die nähere Untersuchung und eine gesicherte Öffnung ergab, dass es sich offenbar um ein sogenanntes "Geocache" handelte. Im Röhrchen waren ein Geocaching-Logbuch, ein Bleistift und ein Magnet.

Mitteilung

Die Polizei wies am Montag darauf hin, dass man sprengstoffverdächtige Gegenstände oder aufgefundenes Kriegsmaterial sowie Munition oder dergleichen niemals berühren oder bewegen soll. Vielmehr sei sofortig die Polizei zu verständigen und der Fundort bis zu deren Eintreffen abzusichern. "Das Verstecken von sogenannten 'Geocaches' in von der Öffentlichkeit gut wahrnehmbaren und stark frequentierten Bereichen ist zu unterlassen", wurde in der Aussendung mitgeteilt. (APA, 19.9.2016)

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