Sterben oder leben: Rettung für acht Millionen Menschen

19. September 2016, 09:05
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Der Global Fund stellt 11,6 Milliarden Euro im Kampf gegen Malaria, Tuberkulose und Aids zur Verfügung

Im globalen Kampf gegen die tödlichen Krankheiten Malaria, Tuberkulose und Aids stehen für die kommenden drei Jahre weitere 12,9 Milliarden Dollar (11,6 Mrd Euro) zur Verfügung. Diese Summe kam beim Treffen der Geberländer des Globalen Fonds zur Bekämpfung der drei Krankheiten am Samstag im kanadischen Montreal zusammen.

Bis 2019 sollen acht Millionen Menschenleben gerettet und 300 Millionen Neuinfektionen verhindert werden. Deutschland hat Spenden in Höhe von 800 Millionen Euro, die USA kündigten an, bis zu einer Summe von umgerechnet 3,6 Milliarden Euro auf jeden Dollar anderer Spender einen Dollar draufzulegen.

Prominente Unterstützer

Neben Dutzenden Vertretern aus Afrika und Südasien nahmen auch U2-Sänger Bono und UN-Generalsekretär Ban Ki Moon teil, der die Länder zu großzügigen Beiträgen aufrief. Im Kampf gegen Aids, Malaria und Tuberkulose habe der Globale Fonds in seiner 15-jährigen Geschichte dabei geholfen, rund 20 Millionen Menschenleben zu retten, sagte der Ende des Jahres aus dem Amt scheidende Ban.

"Ich glaube, dass der Globale Fonds als eine der größten Errungenschaften der Menschheit in die Geschichte eingehen wird", sagte Gates. Die Welt werde besser, sicherer und gerechter, indem die Gesundheit der bedürftigsten Menschen gestärkt werde. Die Bill and Melinda Gates-Stiftung kündigte für die kommenden drei Jahre Spenden von bis zu 600 Millionen Dollar (538 Mio. Euro) an.

Der Sprecher des Globalen Fonds, Seth Faison, drängte die Länder dazu, den Fokus trotz anderer Infektionskrankheiten wie Zika und Ebola weiter auch auf die in Montreal thematisierten Leiden zu richten. "Aids, TB und Malaria sind nicht so sehr in den Nachrichten, weil sie uns schon bekannt sind", sagte Faison.

Betroffen seien aber jedes Jahr Millionen Menschen. "Zika und Ebola sind furchteinflößend, aber die Zahl derjenigen, die sie betreffen, liegt immer noch in den Tausenden." (APA, 19.9. 2016)

  • Am 17. September fand in Montréal/Kanada ein Konzert zu Gunsten des Kampfes gegen Aids, Tuberkulose und Malaria statt. Der kanadische Premierminister Justin Trudeau Seite an Seite mit Bill Gates.
    foto: reuters

    Am 17. September fand in Montréal/Kanada ein Konzert zu Gunsten des Kampfes gegen Aids, Tuberkulose und Malaria statt. Der kanadische Premierminister Justin Trudeau Seite an Seite mit Bill Gates.

  • Bill Gates hat sich zur Lebensaufgabe gemacht, die großen Killerinfektionen der Menschen auszurotten. In Montreal fand ein Charity-Event statt.
    foto: reuters

    Bill Gates hat sich zur Lebensaufgabe gemacht, die großen Killerinfektionen der Menschen auszurotten. In Montreal fand ein Charity-Event statt.

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