Mehrere Interessenten für Vermögensverwalter Pioneer

18. September 2016, 10:50
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Auch Axa, Allianz und Macquarie im Rennen

Rom/Mailand – Am Montag läuft die Frist für verbindliche Angebote für die Vermögensverwaltungssparte Pioneer der Bank-Austria-Mutter Unicredit ab. Nach Medienangaben sind mehrere Großunternehmen im Rennen, darunter Axa, Allianz und Macquarie.

Zu den Favoriten zählt die italienische Post, die gemeinsam mit der staatlich kontrollierten Bank Cassa Depositi e Prestiti (CDP) und dem Finanzdienstleister Anima ein Angebot bei UniCredit für Pioneer abgeben wird. Nach Angaben der Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera" (Sonntagsausgabe) will die Post bis zu 1,5 Milliarden Euro für eine 50-prozentige Beteiligung an Pioneer ausgeben. Mit der Akquisition könnte die "Poste Italiane" zur drittstärksten Gruppe im Bereich Vermögensverwaltung nach Generali und der Tochter der Großbank Intesa Sanpaolo, Eurizon, aufrücken.

Unicredit peilt für Pioneer einen Verkaufspreis von drei Milliarden Euro an. UniCredit versuchte zuletzt verstärkt die geschrumpfte Kapitaldecke mit dem Verkauf von Beteiligungen zu stärken. Den Plan, Pioneer mit der Vermögensverwaltungssparte des spanischen Rivalen Santander zu fusionieren, wurde wegen Bedenken der Aufseher fallengelassen. Pioneer ist der drittgrößte Vermögensverwalter in Italien. (APA, 18.9.2016)

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