Sturm Graz festigt die Tabellenspitze

17. September 2016, 20:20
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Grazer gewinnen gegen die Admira mit 3:0 – Deni Alar trifft in der Südstadt vor 3000 Zusehern im Doppelpack

Maria Enzersdorf – Sturm Graz hat seinen Vorsprung am Samstag in der 8. Runde der Fußball-Bundesliga ausgebaut. Die Steirer siegten bei Admira Wacker Mödling mit 3:0 (1:0) und liegen nun vier Zähler vor Verfolger Altach, das beim 1:2 in Ried zuvor Federn ließ. Meister Salzburg kann mit einem Erfolg im Schlagerspiel am Sonntag gegen Austria Wien aber wieder bis auf zwei Punkte an die Foda-Elf heranrücken.

Deni Alar mit einem Doppelpack (33./81. Minute) und Lukas Spendlhofer per Kopf (63.) besorgten den bereits sechsten Saisonsieg der Grazer. Die achtplatzierte Admira, die sich im Vorjahr im Duell um die Europacup-Startplätze durchgesetzt hatte, musste hingegen schon die sechste Liga-Niederlage einstecken. In den jüngsten drei Runden kassierte die Elf von Trainer Oliver Lederer zwölf Gegentreffer.

Die Grazer versuchten es in der Anfangsphase mit geduldigem Spielaufbau, die kompakt stehenden Hausherren verstanden es aber zumeist, Deni Alar und Co. vom Strafraum wegzuhalten. So tat sich vor knapp 3.000 Zuschauern – darunter etwa 700-800 mitgereiste Sturm-Fans – bis zur 33. Minute praktisch nichts.

Dann schlug Sturm aus der ersten Großchance Kapital: Sascha Horvath fing einen Wostry-Fehlpass ab und bediente den in der Schnittstelle der Abwehr lauernden Alar. Der 26-Jährige bezwang Manuel Kuttin mit einem platzierten Flachschuss in die linke Ecke und jubelte über sein sechstes Saisontor. Alar hatte wieder den an einem Muskelfaserriss laborierenden Stürmer Bright Edomwonyi im Sturmzentrum ersetzt.

Stankovic und Zulechner auf der Tribüne

Ansonsten konnte Sturm-Trainer Franco Foda aus dem vollen Kader schöpfen und vertraute mit einer Ausnahme der Erfolgsmannschaft der vergangenen Wochen. Marc Schmerböck ersetzte Philipp Huspek in der Startformation. Ein Zeichen des breiten Kaders: Marko Stankovic und Philipp Zulechner saßen nur jausnend auf der Tribüne.

Sturm war nach der Führung nahe dran am Doppelschlag, die Admira taumelte. Doch Kuttin parierte zwei gute Einschussmöglichkeiten von Horvath (36.) und Charalampos Lykogiannis (41.). Die Grazer präsentierten sich in der Offensive auch in der zweiten Hälfte konkreter: Schmerböck verzog noch (61.), zwei Minuten zappelte der Ball aber im Netz. Spendlhofer setzte sich bei einer weiten Schmerböck-Freistoßflanke gegen Lukas Grozurek durch und köpfelte zum 2:0 ein.

Kurz zuvor hatte auch Sturm-Goalie Christian Gratzei ein erstes Mal eingreifen müssen: Er hatte mit dem schwachen Schuss von Srdjan Spiridonovic keine Probleme. Minuten später wurde es wesentlich brenzliger, doch der Routinier parierte den Kopfball von Stephan Zwierschitz (65.). Ansonsten präsentierte sich die Lederer-Elf in der Offensive völlig harmlos. Die Stürmer Spiridonovic sowie Christoph Knasmüllner, die neben Thomas Ebner neu in die Startelf gerückt waren, wurden von der Sturm-Defensive souverän abgemeldet.

Dann feierte Simon Piesinger neun Monate nach seinem Kreuzbandriss ein Comeback (77.) und Sturm gelang die endgültige Vorentscheidung: Alar umkurvte Kuttin nach Fabian Kochs Vorarbeit zum 3:0 (81.). Am Ende verhinderte der Admira-Schlussmann nach einem katastrophalen Spiridonovic-Rückpass noch den vierten Gegentreffer. (APA, 17.9.2016)

Fußball-Bundesliga (8. Runde):
FC Admira Wacker Mödling – SK Sturm Graz 0:3 (0:1)
Maria Enzersdorf, BSFZ Arena, 3.048, SR Ouschan.

Tore:
0:1 (33.) Alar
0:2 (63.) Spendlhofer
0:3 (81.) Alar

Admira: Kuttin – Zwierschitz, Lackner, Wostry, Bajrami – Sax (59. Starkl), Ebner, Toth, Grozurek (74. Monschein) – Knasmüllner, Spiridonovic (85. Wessely)

Sturm: Gratzei – F. Koch, Spendlhofer, Schulz, Lykogiannis – Jeggo, Matic – Horvath (77. Piesinger), Hierländer, Schmerböck (84. Huspek) – Alar (86. Kienast)

Gelbe Karten: Lackner, Toth

  • In Höchstform: Deni Alar hält bei sieben Saisontreffern.
    foto: apa/hochmuth

    In Höchstform: Deni Alar hält bei sieben Saisontreffern.

  • Traf auch die Kiste: Lukas Spendlhofer.
    foto: apa/hochmuth

    Traf auch die Kiste: Lukas Spendlhofer.

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