Nutzungsdaten gesammelt: Frau verklagt Vibrator-Hersteller

17. September 2016, 17:09
116 Postings

Produkt loggte Nutzungsdaten, Temperatur und Akkustand und sendete dies an Firma

In den USA verklagt eine Frau den Vibrator-Hersteller We-Vibe, da deren Produkt offenbar Nutzungsdaten gesammelt und geteilt haben soll. Der Vibrator sieht eine Bluetooth-Verbindung mit einem Android- oder iPhone-Smartphone vor und wird über eine eigens entwickelte App gesteuert. Eine eigene Funktion erlaubt zudem, dass ein Partner eingeladen werden kann und die Steuerung des Geräts übernimmt.

Nutzungsprofil erstellt

Allzu viel Freude hatte die Klägerin mit dem Vibrator allerdings nicht, da dieser genau protokollierte, wann und wie lange das Gerät benutzt wurde und mitsamt der E-Mail-Adresse ein Profil erstellte. Bei besagter Partner-Funktion wurden zudem die Temperatur des Produkts sowie der Akkustand an die Server von We-Vibe übertragen.

Keine Einwilligung erteilt

Eine Einwilligung zu der Datenübertragung hätte es laut der Nutzerin nicht gegeben. Die US-Amerikanerin wirft dem Unternehmen zudem vor, die Sammelwut bewusst zu verschweigen, da dies mögliche Kunden abschrecken könnte. Der smarte Vibrator von We-Vibe namens Rave kostet 130 Dollar, nun erwartet den Hersteller eine Sammelklage nach US-Recht. (red, 17.09.2016)

  • Der smarte Vibrator namens Rave von We-Vibe ist nun Gegenstand einer Sammelklage. Dieser soll zu neugierig gewesen sein.
    foto: we-vibe

    Der smarte Vibrator namens Rave von We-Vibe ist nun Gegenstand einer Sammelklage. Dieser soll zu neugierig gewesen sein.

Share if you care.