Rapid euphorisiert gegen Nachzügler Mattersburg

17. September 2016, 12:08
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Büskens fordert nach dem EL-Erfolg: "Müssen Euphorie nützen und demütig bleiben"

Wien – Rapid setzt im Heimspiel der Fußball-Bundesliga am Sonntag gegen den SV Mattersburg auf den Europa-League-Schwung. Geht es nach Trainer Mike Büskens, dann soll der 3:2-Heimsieg über Genk die Hütteldorfer gegen die Burgenländer zusätzlich beflügeln.

"On fire"

Der Deutsche warnte aber auch vor überzogenem Optimismus. "Wir müssen die Euphorie nützen, doch wir müssen auch demütig bleiben", erklärte der Coach und ergänzte: "Wir müssen das Genk-Match beiseiteschieben, nur auf Mattersburg schauen und 'on fire' sein."

Die Rückkehr von der internationalen auf die nationale Bühne sieht Büskens nicht als großes Problem. "Guten Mannschaften gelingt es immer wieder, zwischen den Aufgaben zu switchen, und genau das werden wir auch machen", versprach der 48-Jährige.

Vor den Mattersburgern zeigte Büskens Respekt. "Das ist ein Gegner, der uns wehtun und in Zweikämpfe zwingen möchte." Deshalb forderte der Trainer von seinen Spielern, sich den SVM-Kickern durch kluges Spiel so weit wie möglich zu entziehen. "Wir müssen den Ball gut laufen lassen und für den Gegner wenig greifbar sein." Vorsicht sei auch vor der Stärke der Mattersburger bei Standardsituationen geboten, meinte der frühere Schalke-Profi.

Rotation wahrscheinlich

Ob es im Vergleich zur Partie gegen Genk zu vielen Änderungen kommen wird, ließ Büskens offen. "Ich glaube nicht, dass die gleichen elf beginnen werden", verriet der Deutsche lediglich. Außerdem betonte Büskens, dass man die Kriterien des Österreicher-Topfes weiterhin einhalten werde.

Allerdings schloss der Rapid-Betreuer nicht aus, dass im Saisonfinish, wenn möglicherweise der Meistertitel auf dem Spiel steht, das Limit von maximal sechs Ausländern nicht mehr eingehalten wird. "Dann werde ich den Präsidenten anrufen und fragen, ob wir auf die Einnahmen aus dem Österreicher-Topf verzichten sollen", schmunzelte Büskens.

Zumindest vorerst hält sich Büskens an die Vorgaben – das bedeutet, dass neben dem verletzten Matej Jelic und dem nicht berücksichtigten Tomi noch ein weiterer Fremdarbeiter auf die Tribüne muss. Gegen Sturm Graz war Goalie Jan Novota der Leidtragende, möglicherweise muss der Slowake gegen Mattersburg wieder zuschauen.

Glasklare Rollenverteilung

Wie auch immer der Kader aussehen wird – allein schon die Statistik stempelt Rapid gegen den Vorletzten zum klaren Favoriten. Die jüngsten drei Duelle mit dem SVM gingen an die Wiener, die außerdem in der Liga im Allianz Stadion noch kein Tor kassiert haben. Die Mattersburger, die nur wegen des um einen Treffer besseren Torverhältnisses gegenüber St. Pölten nicht am Tabellenende liegen, ergatterten in den vergangenen sieben Auswärtspartien nur einen Punkt. (APA, 17.9.2016)

SK Rapid Wien – SV Mattersburg (Wien, Allianz Stadion, Sonntag, 19.00 Uhr, SR Schüttengruber). Saisonergebnisse 2015/16: 2:4 (h), 6:1 (a), 3:0 (h), 2:0 (a)

Rapid: Strebinger – Pavelic, Schößwendter, M. Hofmann, Schrammel – Mocinic, Schwab – Schaub, S. Hofmann, Traustason – Joelinton

Ersatz: Gartler – Dibon, Wöber, Auer, Grahovac, Murg, Szanto, Kvilitaia

Es fehlen: Schobesberger (Knorpelabsplitterung im rechten Knie), Jelic (Muskelbündelriss im Oberschenkel)

Mattersburg: Kuster – Höller, Rath, Mahrer, Maksimenko – Sprangler, Jano – Farkas, Perlak, Röcher/Ertlthaler – Templ

Ersatz: Böcskör – Seidl, Lovric, Ibser, Pink, Bürger

Es fehlt: Novak (Arthroskopie), Malic (Muskelprobleme)

Fraglich: Röcher (Ristprobleme)

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