Reiche Ernte für Chinas Behindertensportler

16. September 2016, 19:07
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Rio de Janeiro – Olympisch hat China in Brasilien nicht wie erhofft geglänzt. Platz drei im Medaillenspiegel hinter den USA und Großbritannien war als Niederlage empfunden worden. Bei den Paralympics gibt es dagegen den erwarteten Triumph. Chinas Athleten werden bis Sonntagabend etwa doppelt so viele Medaillen wie die ersten Verfolger, die Briten, holen und zum vierten Mal en suite an der Spitze stehen. Ein neuer Rekord – 2012 in London gab es 231 chinesische Medaillen, davon 95 aus Gold – ist möglich.

Die Dominanz kommt nicht von ungefähr. Rund 85 Millionen Menschen mit körperlichem Handicap leben in China. In Hinblick auf die Heimparalympics 2008 in Peking und als Möglichkeit, das soziale Image aufzupolieren, wurde der Behindertensport besonders gefördert. China stellt in Rio mit 306 Athleten das größte Team. Alle 22 Sportarten wurden von einer der jüngsten Mannschaften in Rio wahrgenommen. Die Ernte fällt entsprechend aus. (red, 16.9.2016)

  • Bahnradfahrer Liang Guihua (32) steuerte in der Einzelverfolgung über 3000 Meter eine Goldene zum überwältigenden Erfolg Chinas bei.
    foto: apa/afp/ois/ioc/bob martin for o

    Bahnradfahrer Liang Guihua (32) steuerte in der Einzelverfolgung über 3000 Meter eine Goldene zum überwältigenden Erfolg Chinas bei.

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