Wahlkampfpause?

Einserkastl16. September 2016, 17:52
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Der schmutzige Wahlkampf der FPÖ geht weiter

FPÖ-Propagandaleiter Herbert Kickl hat dem Van-der-Bellen-Team vorgeschlagen, eine "Wahlkampfpause" einzulegen. Sehr clever. In der Bevölkerung wird schon ein gewisser Unmut geschürt ("dauert schon so lang"), um die Essenz des demokratischen Prozesses, die politische Auseinandersetzung, zu delegitimieren.

Aber gut, wie stellt Kickl sich das konkret vor? Verzicht auf neue Plakate, Inserate und klassische Wahlkampfveranstaltungen. Sehr clever. Damit wären die Bemühungen von VdB-Unterstützern unterlaufen, die dringend notwendige Präsenz des Kandidaten durch Inserate in Lokalzeitungen zu gewährleisten. Die beinharten Inserate des Industriellen Hans Peter Haselsteiner ("Kommt Hofer. Kommt Öxit. Kommt Arbeitslosigkeit") wären dann wohl auch nicht mehr möglich. Hingegen könnten sich die VdB-Hasser weiter auf den Facebook-Seiten der FPÖ austoben. Kickl will außerdem "Bürgerkontakt etwa im Rahmen von Radtouren, wie sie Norbert Hofer derzeit unternimmt" erlauben – und natürlich "können wir auch nicht aufhören, Politik zu machen". Also z. B. wider jede Evidenz behaupten, die Wahlanfechtung der FPÖ würde ja doch auf tatsächlichen Stimmenfälschungen basieren.

Die FPÖ ist Weltmeister im schmutzigen Wahlkampf via soziale Medien. Der soll wohl verstärkt weiterlaufen, während man auf teure Plakate verzichtet. Sehr clever. Aber nicht so, dass man nichts merkt. (Hans Rauscher, 16.9.2016)

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