Indonesien will Dating-Apps für Homosexuelle verbieten

16. September 2016, 13:24
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Toleranz gegenüber sexuellen Minderheiten schwindet

Drohendes Aus für Grindr und Co in Indonesien: Die Behörden des mehrheitlich muslimischen Inselstaates wollen Smartphone-Apps für Homosexuelle verbieten. Das indonesische Ministerium für Kommunikation und Information habe die US-Technologiekonzerne Google und Apple aufgefordert, mehr als ein Dutzend Dating-Apps für Homosexuelle in ihren App-Stores zu sperren, sagte Sprecher Noor Iza am Freitag.

Grindr, BoyAhoy und Blued

Drei Apps – Grindr , BoyAhoy und Blued – sollen demnach sofort verboten werden. "Diese unterstützen am deutlichsten sexuelle Abartigkeit", sagte Behördensprecher Iza.

In Indonesien schwindet die Toleranz gegenüber sexuellen Minderheiten zunehmend. So verbot der für Universitäten zuständige Minister dieses Jahr Studentengruppen für Lesben, Schwule, Bisexuelle oder Transexuelle. Auch Nachrichten-Apps wie Whatsapp wurden aufgefordert, Emoji-Bildchen gleichgeschlechtlichen Inhalts zu löschen. (APA, 16.9. 2016)

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