Von leistbar bis Luxus: "Wohnkompanie" in Wien

23. September 2016, 09:08
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Jährlich 50 bis 70 Millionen Euro in Bau

Österreichische Entwickler machen sich in Deutschland breit, umgekehrt kommen aber auch immer mehr deutsche Bauträger nach Österreich, speziell nach Wien. Etwa die Wohnkompanie, ein Unternehmen der deutschen Zech Group mit Hauptsitz in Bremen, die vor rund einem Jahr eine Österreich-Tochter gegründet hat. Geschäftsführer ist Roland Pichler, der auch selbst mit 25 Prozent an der österreichischen DWK Die Wohnkompanie GmbH beteiligt ist. Pichler war davor unter anderem Prokurist in der Durst-Bau GmbH, die wiederum seit kurzem ebenfalls deutsche Eigentümer hat.

Pichler strebt mit der Wiener Wohnkompanie ein jährliches Investitionsvolumen von 50 bis 70 Millionen Euro an, wie er dem STANDARD berichtet. Dabei tritt man als reiner Entwickler auf: Im Bestand gehalten werden die Objekte nicht, sondern an Wohnungseigentümer oder – im Fall von Mietwohnungsobjekten – an Investoren verkauft.

Statt Hotel Berger: Mietobjekt für Investor

Letzteres ist beim schon laufenden Projekt in der Brünner Straße 124 in Wien-Floridsdorf geplant. An der Liegenschaft befand sich bis vor kurzem das Hotel Berger, es wurde im Frühjahr abgerissen. Die Wohnkompanie übernahm hier ein fertig geplantes Neubauprojekt von einer Genossenschaft. "Wir passten die Pläne an die neue Wiener Bauordnung an und konnten so auf ein Tiefgeschoß verzichten. Dadurch wurde das Projekt erst wirtschaftlich", so Pichler. Errichtet werden hier 124 Mietwohnungen mit Nettomieten von etwa 10,50 Euro. Die Fertigstellung ist für Ende 2017 geplant, schon in den nächsten Tagen soll aber ein "Forward-Purchase", also ein Verkauf vor Fertigstellung, an einen Investor stattfinden.

In der Laaerbergstraße 300-316 ist man Teil einer größeren Entwicklung, nämlich der sogenannten "Grundäcker Oberlaa". Die Wohnkompanie hat hier ein rund 14.600 m² großes Grundstück erworben und plant die Errichtung von 329 frei finanzierten Wohneinheiten, sowohl in Miete als auch in Eigentum.

Das wohl prestigeträchtigste Projekt ist aber wohl der Dachausbau des Objekts Goethegasse 1 neben der Staatsoper. Elf Luxuswohneinheiten sind hier geplant, drei Einheiten sind bereits verkauft. Die erzielten Quadratmeterpreise will Pichler nicht in der Zeitung lesen, sie sind jedenfalls fünfstellig. Baubeginn sollte noch diesen Oktober sein, Fertigstellung im Jahr 2018. (mapu, 19.9.2016)

  • In der Goethegasse wird das Dachgeschoß ausgebaut.
    foto: standard

    In der Goethegasse wird das Dachgeschoß ausgebaut.

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