Mehr als 82.000 Euro Strafe für Bombenalarm aus Eifersucht

16. September 2016, 13:07
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Französin erhielt von Polizei in der Schweiz saftige Rechnung

Genf – Saftige Rechnung für krankhafte Eifersucht: Eine Französin soll in der Schweiz 90.000 Franken (82.300 Euro) für einen falschen Bombenalarm am Flughafen in Genf zahlen. Die Polizei habe der 41-Jährigen den Einsatz am 26. Juli in Rechnung gestellt, wie die Zeitung "Le Matin" am Freitag berichtete. In dieser Höhe sei die Zahlungsaufforderung für einen solchen Fall beispiellos.

Polizeichef Francois Waridel rechnete in dem Blatt vor: "145 Polizisten im Einsatz zu je 100 Franken die Stunde, dazu Verpflegungskosten, Getränke und zwei Hunde der Hundestaffel" – das ergebe 880 Arbeitsstunden an zwei Tagen. Die Frau hat bereits eine sechsmonatige Haftstrafe aufgebrummt bekommen, die Hälfte davon hinter Gittern.

Bombe im Gepäck

Den Fehlalarm hatte sie zwei Wochen nach dem Anschlag von Nizza am 14. Juli mit 86 Toten ausgelöst. Damals rief sie beim Zoll am Flughafen von Genf-Cointrin an und gab an, ihr Mann habe ihr Geld gestohlen, um mit seiner Geliebten auf Urlaub zu fliegen. In einem weiteren Anruf wenige Minuten später sagte sie, die Geliebte habe eine Bombe in ihrem Gepäck. Das löste den Großeinsatz aus – inklusive verschärfter Grenzkontrollen. Die Anruferin wurde in ihrem Haus in Annecy festgenommen. Die Ermittlungen ergaben: Sie handelte aus Eifersucht. (APA, 16.9.2016)

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