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18. September 2016, 09:00

Wien – Sie waren nicht die ganz großen "Nummern" in der NS-Tötungsmaschinerie. Aber die Männer des Kommandanturstabs im KZ Mauthausen und seinen Nebenlagern standen ganz dicht dahinter, ideologisch fanatisch Seite an Seite mit Leuten wie Heinrich Himmler, Rudolf Höß, Ernst Kaltenbrunner – den größten Verbrechern der Nazi-Zeit. Obwohl sie sich nach dem Krieg allesamt den Anschein geben wollten, sie seien "kleine Lichter" gewesen, waren die Mitglieder der Mauthausener Lager-SS Herren über Leben und Tod hunderttausender Menschen auf dem Gebiet des heutigen Österreich.

Ihnen hat der Historiker Gregor Holzinger nun in einem Buch nachgespürt: "Die zweite Reihe" beleuchtet Täterbiografien aus dem Konzentrationslager Mauthausen, erscheinen wird es als zehnter Band der Mauthausen-Studien-Schriftenreihe, und am Montag wird es im Rahmen des alljährlichen "Dialogforum Mauthausen" präsentiert.

Die erste wissenschaftliche Aufarbeitung von Täterbiografien in Österreich, die dem STANDARD schon vorab vorliegt, konzentriert sich auf die Mitglieder der "Kommandantur", die den Kern des SS-Personals im KZ bildeten. Es handelt sich um etwa 1000 Männer, überzeugte Nazis, die sich freiwillig zur SS gemeldet hatten – im Gegensatz zur Mehrheit der rund 10.000 einfachen Wachmänner, die zum Teil auch zwangsrekrutiert und hauptsächlich für die Bewachung der Außenbereiche des Lagers eingesetzt wurden. Holzinger: "Auch da gibt es Namen, die öfter auftauchen, etwa im Zusammenhang mit 'Erschießungen auf der Flucht‘. Aber großteils waren diese Männer nicht so ideologisiert und so brutal und verroht wie die Angehörigen des Kommandanturstabs." Auffällig sei auch die große Kontinuität in der Besetzung, sagt der Forscher. Die meisten SS-Männer blieben über Jahre in Mauthausen oder Gusen, knüpften auch freundschaftliche (manchmal sogar familiäre) Kontakte zur heimischen Bevölkerung.

derstandard.at
Historiker Gregor Holzinger untersuchte die Täter-Biographien der SS-Mannschaft in Mauthausen.

Warum die wissenschaftliche Aufarbeitung dieser Seite des Nazi-Terrors erst jetzt stattfindet, erklärt Barbara Glück, Leiterin der KZ-Gedenkstätte Mauthausen, so: "Einerseits waren die Quellen weit verstreut, wir haben zehn Jahre lang Material zusammengetragen." Andererseits habe "im Nachkriegsösterreich kein großes Interesse an der Aufarbeitung bestanden".

Etwas mehr als ein Drittel der 1000 SSler standen vor Gericht und wurden auch verurteilt. Die überwiegende Mehrheit "kam davon", auch geschützt von einer demonstrativ desinteressierten Nachkriegsjustiz – sowohl in Österreich als auch in Deutschland. Holzinger: "Das hat auch damit zu tun, dass beide Großparteien nach dem Krieg um Ex-Nazis als Wähler buhlten." Österreich war bei der Verfolgung ehemaliger Nazi-Schergen besonders lax. Der letzte diesbezügliche Prozess gegen den ehemaligen SS-Angehörigen Johann Vinzenz Gogl endete mit einem Freispruch.

Panoptikum des Grauens.

39 Täter aus Mauthausen und seinen Außenlagern finden sich nun in Holzingers wissenschaftlicher Aufarbeitung erwähnt, ihre Karriere innerhalb der SS wird genauso akribisch beschrieben wie ihr Werdegang nach 1945. Vom Lagerführer von Gusen, Karl Chmielewski – einem besonders brutalen, dem Alkohol zugeneigten Gewalttäter, Vergewaltiger und Mörder –, über Franz Ziereis, Kommandant des gesamten KZ-Komplexes Mauthausen/Gusen, der federführend am Bau der Gaskammern beteiligt war, bis hin zum Schutzhaftlagerführer Georg Bachmayer, dessen Spezialität es war, Häftlinge durch seine Dogge zerreißen zu lassen: Historiker Holzinger zeigt ein Panoptikum des Grauens auf allen Hierarchiestufen des KZ-Systems.

Verrohung und Verdrängung

Man erkennt in der Aneinanderreihung der Biografien die zunehmende Entgrenzung und Verrohung dieser Männer in den letzten Jahren des Nazi-Regimes, man liest in ihren Briefen, die dem Forscher Holzinger zur Verfügung standen, die Verdrängungsmechanismen nach und sieht in dem privaten Fotoalbum des SS-Angehörigen Albert Elßer, wie wenig die meisten dieser Männer bis zu ihrem Lebensende mit der Nazi-Ideologie brachen.

Elßer war ein "unauffälliger" SS-Mann, wie es im Buch heißt. Der gebürtige Baden-Württemberger, geboren 1921, meldete sich 1939 freiwillig zum Kriegsdienst, 1940 ging er zur SS und verpflichtete sich für zwölf Jahre. Auf der NS-Karriereleiter schaffte es der gelernte Metzger vom SS-Sturmmann bis zum Unterscharführer. Als knapp 20-Jähriger wurde er Angehöriger der SS-Wachmannschaft in Mauthausen und tat drei Jahre lang Dienst im Außenlager Bretstein in der Steiermark. Nach Kriegsende wurde er nie von der Justiz belangt, er betrieb ein Wirtshaus in Winnenden bei Stuttgart und suchte bei der Sozialversicherung an, seine SS-Zeit als Pensionszeiten anzurechnen. Elßer verbrachte mit seiner Familie in den 1960er-Jahren unbeschwerte Urlaube in Bretstein, wo er "ein freundschaftliches Verhältnis zu Ortseinwohnern pflegte". Seiner Familie erklärte er nur lapidar, er sei "im Krieg" hier stationiert gewesen.

foto: stephan matyus
Das Fotoalbum von Albert Elßer.

Im Nachlass seiner inzwischen verstorbenen Tochter Heiderose fand sich das "Erinnerungsalbum" ihres Vaters – mit Fotodokumenten, die einen ob ihrer scheinbaren Harmlosigkeit sprachlos machen. Etwa jene mit "Kriegsweihnacht 1940" übertitelte und verzierte Fotoserie, die Weihnachtsfeierlichkeiten des KZ-Personals in Mauthausen zeigt: Auf einem Foto nimmt ein neunköpfiges, weiß gewandetes Servierteam hinter einem mit Tischtuch und Tannenzweigen geschmückten Tisch Aufstellung. Auf einem anderen sieht man den mit Weihnachtsdekoration geschmückten Saal in der SS-Gemeinschaftsbaracke des KZ. Alles sieht aus wie bei einer ganz normalen Firmenfeier. Nur wenige hundert Meter davon entfernt hungern und frieren Häftlinge in überbelegten Baracken. 1940 sterben im KZ Mauthausen 3846 Menschen.

Wohl unfreiwillig wird das Fotoalbum auch zum Zeugnis gegen verschiedene SS-Größen der "ersten Reihe". Unter dem Titel "Besichtigung des Lagers und des Wiener Grabens" sieht man Himmler, seine rechte Hand Karl Wolff sowie den Leiter des "Reichssicherheitshauptamts", Ernst Kaltenbrunner, bei der Besichtigung der Konzentrationslager Mauthausen und Gusen. Wolff und Kaltenbrunner sollten in ihren Nachkriegsprozessen jede Beteiligung an den Verbrechen und ihre Kenntnisse über die Massenmorde leugnen – sie stellten sogar ihre Visite im KZ Mauthausen in Abrede.

Kontinuität im Fotoalbum.

Bemerkenswert ist auch, dass Elßer selbst nie belangt, seine Zeit in Bretstein nie von den Behörden aufgearbeitet wurde: Immerhin ist Elßer jener SS-Mann, der den Tod des Häftlings Pedro Noda de La Cruz, der am 6. Mai 1942 nach einem Fluchtversuch tödlich misshandelt wird, mit dem Eintrag "Wassersucht und Kreislaufschwäche" kaschiert.

SS-Mann Elßer hat in das Album auch seine Nachkriegserinnerungen geklebt – unter anderem die Sommerferien in Bretstein. Zum Ende seines Lebens setzt er den Schlusspunkt: In die Mitte einer Albumseite platziert er eine Porträtaufnahme von sich in jungen Jahren: in der Uniform der Verfügungstruppe 3 der SS-Standarte "Der Führer". Im Buch heißt es dazu: "Dieser Bogen der Fotoauswahl und Selbstdarstellung im Fotoalbum kann als das Bekenntnis eines Mannes verstanden werden, der offenbar nicht mit seiner SS-Vergangenheit gebrochen hat."

Liebesbriefe eines SS-Manns

Ein weiterer interessanter Fall ist jener des SS-Unterscharführers Karl Wurm: In mühevoller Kleinarbeit gelang es den Mitarbeitern des Mauthausen-Memorial, in Besitz jener 74 Briefe zu gelangen, die Wurm an seine Verlobte und spätere Frau schrieb. Wurm hatte im KZ Mauthausen die Funktion eines Sanitäters inne. Die Forschung geht heute davon aus, dass die SS-Sanitätsdienstgrade, gemeinsam mit den Mitarbeitern des Krematoriums, insbesondere im letzten Kriegsjahr eine "besondere Stellung" innerhalb des Tötungsbetriebs der KZ innegehabt haben.

foto: foto: archiv der kz-gedenkstätte mauthausen
Briefe von SS-Unterscharführers Karl Wurm.

Wurms Briefe geben freilich darüber, ob er direkt oder indirekt an Misshandlungen und Ermordungen von Inhaftierten beteiligt war, nichts preis. Wurm trennte – wohl auch der Lagerzensur geschuldet – streng "Berufliches und Privates". Seine Episteln befassen sich mehr mit seiner Verlobten Friederike und zeugen von beachtlicher Kontrollwut eines verliebten Mannes. So rät er etwa seinem "liebsten Weibi", bei einer etwaigen Schneeballschlacht nicht ihre "Haxen" zu zeigen, was "unter Umständen uns beiden zum Verhängnis werden könnte".

Die Briefe, ansonsten chronologisch relativ dicht, weisen eine auffällige Lücke auf, als Wurm für das 10. SS-Infanterieregiment während des Russland-Feldzugs Dienst versah. In der Literatur, heißt es im Buchbeitrag, fänden sich konkrete Hinweise darauf, dass Wurms SS-Regiment am systematischen Massenmord an der (vor allem jüdischen) Zivilbevölkerung federführend beteiligt war.

foto: archiv der kz-gedenkstätte mauthausen

Später ist Wurm wieder in Mauthausen, dann im Außenlager Linz stationiert. Seine Briefe werden wieder häufiger – und sie geben nichts wieder von der Realität im KZ. Wurm schreibt rein gar nichts über seine "Arbeit", die immerhin darin bestand, den "Betrieb" (sprich: Arbeitsausbeutung von Gefangenen aus ganz Europa unter unmenschlichen Bedingungen) aufrechtzuerhalten.

Nur einmal erwähnt er indirekt einen Häftling, ohne ihn als solchen zu bezeichnen. Der offenbar künstlerisch begabte Mann sollte "schwarz" ein Porträt der geliebten Friederike malen – und das verzögerte sich offenbar. Wurm nennt ihn im Brief einen "russischen Falott", ein Synonym für Gauner. Offensichtlich habe Wurm eine pragmatische Einstellung zu seinen "Dienstpflichten" und den möglichen Vorteilen, die sich daraus ziehen lassen, gehabt, folgert der Autor des Buchbeitrags. Für den Häftling, den er dabei ausnutzte, hatte er nur Verachtung übrig. Erstaunlich ist dabei auch, dass Wurm in nachkriegszeitlichen Einvernahmen mehrfach zu Protokoll gab, dass er mit Häftlingen "weder in Mauthausen noch in Natzweiler etwas zu tun gehabt" habe.

Dem gegenüber steht die Aussage eines ehemals Inhaftierten, der einen SS-Sanitäter, den Wurm in seinen Briefen mehrmals als seinen "Kameraden" erwähnt, als besonders gewalttätig und brutal bezeichnet. Es ist schwer vorstellbar, dass Wurm von all dem nichts mitbekommen haben will.

Häftlingsbilder im Nachkriegsgasthaus

Häftlinge als Auftragsmaler.

Dennoch entkam er der Nachkriegsjustiz, obwohl er mehrfach befragt wurde. Völlig unbehelligt lebte er mit seiner Frau in Marchtrenk, wo die beiden bis in die späten 1980er-Jahre das Gasthaus Wurm betrieben, das für seine Wildbretspezialitäten bekannt war. In der oberösterreichischen Kleinstadt kann man sich mancherorts noch an den ehemaligen Wirt und seine rührige Frau erinnern. Der Mann sei "unauffällig und zurückhaltend" gewesen, erfährt DER STANDARD – von seiner Kriegsvergangenheit habe er nie etwas erzählt. Ein ehemaliger Nachbar erinnert sich freilich an "Bilder, gemalt von Häftlingen", die im Gastraum hingen — allerdings "keine Kriegsbilder".

Die Verdrängungsleistung Wurms in der Nachkriegszeit muss gewaltig gewesen sein, vermerkt der Autor des Buchbeitrags, Christian Dürr. Das zeigt sich etwa, als er in den 1970er-Jahren als Zeuge vernommen wird, weil die Staatsanwaltschaft Stuttgart seinen ehemaligen Kollegen Johann Boschner wegen Verbrechen im KZ Natzweiler angeklagt hat. Wurm verweist auf sein "schlechtes Erinnerungsvermögen" und will sich nicht einmal erinnern können, wann genau er in die SS eingetreten ist und wie lange er in den verschiedenen KZs war.

foto: matthias cremer
Das Lagertor in Mauthausen.

Seine Aussage gipfelt in der Behauptung: "Mir ist bis zum heutigen Tage nicht bekannt, dass während der NS-Zeit in den Konzentrationslagern Häftlinge getötet worden sind." In einem Aktenvermerk des Landeskriminalamts Baden-Württemberg vom 5. April 1979 zur Einvernahme Wurms heißt es: "Die Angaben des Zeugen erscheinen nicht glaubhaft. Es war offensichtlich, dass er mit seinem Wissen zurückgehalten hat."

Wurm ist beileibe kein Einzelfall: Für viele Nazi-Schergen sei eine "erstaunliche psychologische Folgenlosigkeit der ausgeübten extremen Gewalt" charakteristisch, die erst durch die perfekte Verdrängung möglich werde, schrieb Harald Welzer in seinem Buch "Täter – Wie aus ganz normalen Menschen Massenmörder werden".

"Schuld waren immer die anderen."

Die eigene Verstrickung wird dabei bis zur Perfektion geleugnet: "Schuld waren immer die anderen", wie der Nazi-Jäger Walter Stern im Gespräch mit dem STANDARD sarkastisch anmerkt. Stern verhaftete den Mauthausener Blockführer Johann Altfudisch, der, obwohl eigentlich "nur" für die Postzensur zuständig, als besonders brutaler Schläger galt. Bei seinem Prozess nahm er die Opferrolle ein: Hätte er nicht mitgemacht, wäre er auch umgebracht worden, behauptete er.

Dafür, sagt Forscher Holzinger, gebe es freilich keinerlei Beweise. Nur wenige Versetzungen sind belegt. So hatte sich etwa der Lagerarzt Ladislaus Conrad geweigert, den Befehl seines Vorgesetzten, des Standortarztes Eduard Krebsbach, auszuführen und Häftlingen die tödliche Benzin-Injektion zu geben. Daraufhin wurde er nach Russland beordert – und fiel dort dann auch. Holzinger: "Die meisten Mauthausener und Gusener SSler haben einfach den bequemen Dienst daheim dem gefährlichen an der Front vorgezogen." Zudem habe es Beförderungen und Auszeichnungen geregnet, wenn jemand besonders brutale Eigeninitiative gezeigt habe.

Täter-Psychogramm

Meisterliche Verdrängungsleistung zeigt auch die Vita von Franz Doppelreiter. Der Niederösterreicher Doppelreiter war einer der letzten noch lebenden Angehörigen des SS-Kommandanturstabs von Mauthausen, den Buchautor Holzinger und seine Forscherkollegen noch knapp vor dessen Tod interviewen konnten. Der gelernte Textilzeichner war als 17-Jähriger der SS beigetreten und gehörte zur "Politischen Abteilung" im KZ-Komplex Mauthausen/Gusen. Aufgabe der "Politischen" war es nicht nur, die systematischen Tötungen von Häftlingen penibel zu vertuschen, sie beteiligten sich auch aktiv an Misshandlungen und Ermordungen von Häftlingen.

Dokumente der Grausamkeit hat der Historiker Gregor Holzinger in der ersten wissenschaftlichen Aufarbeitung der Mauthausener Täter gesammelt. Das Buch "Die zweite Reihe. Täterbiografien aus dem Konzentrationslager Mauthausen" erscheint dieser Tage im Verlag "new academic press".


Doppelreiter selbst wurde von Häftlingen nach dem Krieg massiv belastet und zum Tod durch den Strang verurteilt. Allerdings wurde die Vollstreckung aufgeschoben, weil man ihn noch als Zeuge bei den Dachauer Mordprozessen benötigte. Das Urteil schließlich wurde in lebenslange Haftstrafe umgewandelt, die Doppelreiter bis 1955 in Stein absaß. Der damalige Bundespräsident Theodor Körner begnadigte ihn schließlich, er ging nach Deutschland, heiratete, und machte eine bescheidene Karriere bei Volkswagen in Frankfurt.

Erst 2005 wurde das ZDF auf ihn aufmerksam und interviewte ihn unter dem Titel "Psychogramm eines Täters – Franz D., SS-Mann aus Mauthausen". In diesem und allen weiteren Interviews, die noch folgen sollten, gab Doppelreiter zwar zu, dass ihn die Zeugenaussagen der Überlebenden für immer belasten würden ("Es ist ein Inferno für mich"). Dennoch sah er keine persönliche Schuld bei sich – er suchte sie in seiner verpatzten Kindheit, bei seinen Vorgesetzten.

Was man, außer einem historischen Schaudern, durch die Lektüre dieses Buches noch ins Heute mitnehmen kann: Die Ausrede der Täter, sie hätten keine Wahl gehabt, gilt nicht. Holzinger: "Man hatte immer eine Wahl." So gab ein Überlebender aus dem KZ Ebensee vor dem Dachauer Kriegsverbrechertribunal zu Protokoll, er habe sehr wohl unter SS-Angehörigen "human beings" kennengelernt. Aber zum Fall des Angeklagten Andreas Schilling, Rapportführer des KZ Ebensee, der kranke Häftlinge misshandelt und eigenhändig getötet haben soll, bemerkte er: "I never saw any humanity in the accused Schilling." Schilling bekam in Dachau 1946 die Todesstrafe. 1957 war er wieder frei. (Petra Stuiber, Video: Christian Fischer, 18.9.2016)