Barthold Hinrich Brockes: Irdisches Vergnügen

22. September 2016, 13:50
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Im Jahr 1955 verfasste der Avantgarde-Romancier Arno Schmidt einen Funkessay des Mega-Gedichtszyklus

Wer kennt noch Barthold Hinrich Brockes (1680-1747), den Hamburger Kaufmannssohn, der im Amt Ritzebüttel, heute Cuxhaven an der Nordsee, auf einem reizenden, heute anmutig renovierten Schlösschen Amtmann war, auch Senator und Oratorienlibrettist, vor allem aber Dichter des 1900 Seiten umfassenden frommen theologisch-philosophischen Mega-Gedichtszyklus Irdisches Vergnügen in Gott? Arno Schmidt (1914-1979) schon.

1955 verfasste der Avantgarde-Romancier mit Vorliebe für verschollene literarische Antiquitäten einen Funkessay, der vorführt, wie hoch die Qualität war, die Radiohäuser einst ihren Hörern offerierten.

Jan Philipp Reemtsma, Mäzen, Professor und Essayist, Joachim Kersten, Advokat und Kulturadvokat, und Bernd Rauschenbach von der Arno-Schmidt-Stiftung, alle stimmlich soigniert, sprachen den famosen, witzigen und gelehrten Text über Brockes neu ein. Die zweite CD bietet ausgewählte Poeme, begleitet von Musik von Bach, Ravel und Grieg bis zu Astor Piazzolla. (Alexander Kluy, Album, 22.9.2016)

  • Arno Schmidt / Barthold Hinrich Brockes, "Irdisches Vergnügen". € 25,70 / 141 min. Hoffmann und Campe, Hamburg 2015
    foto: hoffmann und campe

    Arno Schmidt / Barthold Hinrich Brockes, "Irdisches Vergnügen". € 25,70 / 141 min. Hoffmann und Campe, Hamburg 2015

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