Russland sperrt populäre Porno-Seiten

15. September 2016, 18:33
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Sowohl Pornhub als auch Youporn nicht mehr zu erreichen – Pornhub macht Regulator ein unmoralisches Angebot

Russland verschärft seine Zensur des Internets. Mitte der Woche hat der russische Regulator Roscomnadzor die landesweite Sperre von zwei der weltweit populärsten Pornoseiten verkündet. Sowohl YouPorn als auch Pornhub sind damit aus Russland nicht mehr so ohne weiteres anzusurfen, wie die BBC berichtet.

Argumente

Als Begründung verweist der Regulator schlicht darauf, dass die Seiten "pornografische Materialien verbreiten" würden. Ein Umstand, den wohl nur wenig Beobachter leugnen können. Die Entscheidung führte wenig überraschend rasch zu einem Sturm der Empörung in den sozialen Medien, der noch dazu angefeuert wurde, dass die Regulatoren über ihren Twitter-Account die Entscheidung aktiv verteidigten. So wurde etwa einem Kritiker geraten, er soll doch lieber probieren, jemandem im echten Leben kennenzulernen.

Die offenherzige Art zu diskutieren, inspirierte infolge eine der beiden betroffenen Seiten zu einem unmoralischen Angebot. "Wenn wir euch einen Pornhub Premium Account geben, hebt ihr dann die Pornhub-Blockade in Russland wieder auf?". Bei der Gegenseite wurde dieser Vorschlag allerdings eilig abgelehnt.

Vorgeschichte

Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass Pornhub in Russland gesperrt wurde. So gab es bereits im Vorjahr eine temporäre Sperre der Seite. Und 2014 sorgte Pornhub für Aufregung als man angesichts der Anti-Homosexuellen-Gesetze in Russland darauf hinwies, dass in keinem anderen Land der Welt so viel nach Analverkehr auf Pornhub gesucht werde. (red, 15.9.2016)

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    grafik: pornhub
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