Playstation VR, HTC Vive, Oculus Rift: Virtual-Reality-Systeme im Vergleich

22. September 2016, 09:24
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Was können die Geräte, und welches soll man kaufen? Wie so oft sind persönliche Ansprüche entscheidend

Verkommt der Kauf eines neuen Konsolensystems oftmals zur Glaubensfrage, ist die Entscheidung über das Für und Wider der drei führenden VR-Systeme eine vergleichsweise rationale Angelegenheit. Denn egal ob Oculus Rift, HTC Vive oder Playstation VR, jedes System besitzt seine Vor- und Nachteile, die jeder für sich abschätzen muss. Nach Rift und Vive erscheint im Oktober nun auch Playstation VR. Um Ihnen bei der Kaufentscheidung zu helfen, haben wir für Sie eine Gegenüberstellung vorbereitet – mit der Empfehlung, bei spezifischem Interesse unsere ausführlichen Einzeltests zu lesen. Zudem haben wir eine Ansichtssache zu vier potenziellen VR-Spielehits erstellt, die Sie im Auge behalten sollten:

foto: der standard
Die VR-Systeme im Überblick.

Komfortabel

Oculus Rift steht inzwischen als Synonym für VR-Gaming und gilt als gängiger Standard. Einen leistungsstarken Rechner vorausgesetzt, liefert das Headset ein sehr gutes und immersives VR-Erlebnis bei ordentlichem Tragekomfort – auch bei Brillenträgern. Gespielt wird hier nur im Sitzen mit dem mitgelieferten Xbox-Gamepad. Bewegungssteuerung gibt es erst mit den separat erhältlichen Touch-Controllern.

Sitzend und bewegt

Die HTC Vive steht dem in kaum etwas nach. In puncto Bildqualität liegt sie minimal vor der Oculus Rift, der Tragekomfort ist etwas geringer. Den entscheidenden Kick bekommt das System durch seine Lighthouse-Sensoren. Diese erlauben Bewegungen im freien Raum. Der Vorteil liegt klar auf der Hand: Die Vive lässt Nutzer wortwörtlich durch VR-Welten laufen. Gerade Actionspiele werden so zum Gymnastikprogramm, bei dem jedoch die vorhandenen Kabel die Bewegungsfreiheit einschränken. Will man alle Stärken des Systems nutzen, benötigt es also viel Platz, um Unfälle zu vermeiden. Trotzdem ist das reine VR-Erlebnis durch die Einbindung von Bewegungen noch intensiver als bei Oculus Rift.

Günstiger mit Abstrichen

Lachender Dritter in der Runde ist die Playstation VR. Sie hat den großen Vorteil, dass sie als Konsolensystem klar günstiger und unkomplizierter zu bedienen ist. Im Test überraschte sie zudem mit dem besten Tragekomfort dieser Dreierkonstellation. Trotz des höheren Gewichts sitzt sie nicht schwer auf der Nase, sondern lastet auf dem Schädel. Die Bewegungssteuerung mit dem optionalen Move-Controller funktioniert gut, man kann aber auch im Sitzen spielen. Die Bildqualität ist hingegen bei Vive und Rift besser. Allerdings muss man abwarten, was die leistungsfähigere PS4 Pro noch aus der PSVR herausholen kann. (Olaf Bleich, 22.9.2016)

wirspielen
Video: Die HTC Vive im Test.
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