Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung ohne Internetzugang

15. September 2016, 16:59
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Wert soll im kommenden Jahr von 53 auf 50 Prozent sinken – 84 Prozent der Österreicher nutzen das Internet

2017 dürfte die Hälfte der globalen Bevölkerung online sein. Das ist zwar ein Jahr früher als von der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) erwartet. Dennoch stockt die Verbreitung der Internetanschlüsse – Menschen in armen Ländern haben oft keinen Internetzugang. Das geht aus einem Bericht der ITU hervor, der am Donnerstag in Genf vorgestellt wurde.

Das Ziel der UNO-Sonderorganisation, 60 Prozent der Weltbevölkerung ans Internet anzubinden, dürfte erst 2021 erreicht werden. Die Verbreitung der Internetanschlüsse schreite zu langsam voran, um die Entwicklungslücken in Bildung oder Gesundheitsversorgung in den ärmeren Gebieten der Welt schließen zu helfen, hielt die Fernmeldeunion fest. Unter den 48 ärmsten Ländern haben 85 Prozent noch keinen Zugang zum Internet. Vor einem Jahr waren es noch 90 Prozent.

Kein Anschluss

Ende 2016 werden den Schätzungen zufolge insgesamt 3,9 Milliarden Menschen keinen Internetanschluss haben, das sind 53 Prozent der Weltbevölkerung weltweit. Immerhin: 2017 dürfte dieser Anteil auf 50 Prozent sinken.

Um die Ziele zu erreichen, müssten mehr städtische, arme, weniger gebildete Menschen und Frauen Zugang zum Internet erhalten, sagte Phillippa Biggs, Autorin des Berichts. Zudem müsse entschieden werden, ob die Bemühungen sich auf die bevölkerungsreichsten Länder oder auf die bedürftigsten Länder konzentrieren sollten.

Denn aufgrund der Größe ihrer Bevölkerung haben Länder wie China, Indien und Indonesien viele Einwohner, die keinen Zugang zum Internet haben. 46 Prozent der Menschen ohne Webanschluss leben in diesen drei Ländern. Umgekehrt gehören diese Länder zu denjenigen mit den zahlreichsten Internetsurfern.

Zugang

Mangelware sind Internetanschlüsse in Afrika: In mehreren Ländern der Subsahara haben weniger als drei Prozent der Bevölkerung Internetzugang, in Eritrea etwa sind es gerade mal ein Prozent.

In Österreich haben im Vorjahr 84 Prozent der Bevölkerung das Internet genutzt, geht aus dem Report hervor. Das ist weltweit Rang 27, auf Platz eins liegt Island mit 98 Prozent. (APA, 15.9.2016)

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