DER STANDARD präsentiert:

15. September 2016, 15:43

Schlechte Nachrichten Tag für Tag – Wie populistisch ist der Bildjournalismus? am 26. September 2016, 19.00 Uhr

Journalistisch genutzte Fotos reduzieren die Komplexität der Ereignisse, über die sie berichten: Sie brechen sie auf einen einzelnen stellvertretenden Moment herunter. An die Betrachter appellieren sie auf einer eher emotionalen denn auf einer rationalen Ebene. Das Pointierte erhält den Vorzug vor der Differenzierung, der Effekt vor der Reflexion.

Wie der Populismus, der sich auf das Schüren von Ängsten versteht, scheint auch das beim World Press Photo Award immer wiederkehrende Themenspektrum des Bildjournalismus – Krieg, Verwüstung und Leid – geeignet, ein Gefühl permanenter, akuter Bedrohung hervorzurufen. Betreibt der Bildjournalismus also gleichsam unwillkürlich das Geschäft der Populisten? Ist Vereinfachung bereits Populismus? Nach welchen Kriterien werden Fotos ausgewählt, und wie sieht eine differenzierte Bildberichterstattung aus? Und wie bedienen sich populistische Kampagnen der Bilder?

Es diskutieren:
Petra Bernhardt
Lektorin am Institut für Politikwissenschaft, Visual Studies in den Sozialwissenschaften, Universität Wien

Christian Fischer
Fotograf, Preisträger bei „Objektiv 2015 – Pressefotos des Jahres“

Katharina Schell
Leitung Ressort Innenpolitik der APA

Ruth Wodak
Em. Professor, Lancaster University / Universität Wien

Moderation:
Irene Brickner

DER STANDARD

Die Diskussion findet im Rahmen der World Press Photo 16 statt, 9. September bis 16. Oktober 2016, Fotomuseum WestLicht.
WestLicht spendet einen Teil der Einnahmen an die Flüchtlingshilfe.

Montag, 26. September 2016, 19.00 Uhr

WestLicht. Schauplatz für Fotografie
Westbahnstraße 40, 1070 Wien

Teilnahme mit gültiger Eintrittskarte.

  • Artikelbild
    foto: 1. preis fotoserien, reportagen sergey ponomarev, russland, für new york times reportage über europas flüchtlingskrise, skala, lesbos, griechenland, 16. november 2015
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