Neo-Radiochefin Eigensperger: "Keine Krise" bei Radios

15. September 2016, 15:39
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Direktorin "Herausforderung, der ich mich gerne Stelle" – Unterstützung für Relaunch-Pläne bei Ö1, keine Angst vor Krise bei Ö3

Wien – Die frisch gekürte ORF-Radiodirektorin Monika Eigensperger sieht in Abstimmung und Koordination der Radiosender des Öffentlich-Rechtlichen eine ihrer Hauptaufgaben. Die Pläne für einen Relaunch und Rejustierungen von Ö1, wie sie Generaldirektor Alexander Wrabetz in seiner Bewerbung vorsah, "kenne ich genau und unterstütze ich", sagte sie am Donnerstag nach ihrer Kür im Gespräch mit Journalisten.

Keine zu großen Sorgen dagegen muss man sich nach Ansicht der neuen Radiodirektorin, die mit 1. Jänner 2017 die Nachfolge von Karl Amon antritt, um Ö3 machen. "Ö3 ist eines der bei weitem erfolgreichsten Popradios Europas – wenn nicht weltweit." Überhaupt halte sie es bei "71 Prozent Marktanteil über alle ORF-Radios stark übertrieben, von einer Krise der Radios zu sprechen".

Als Beispiel für mehr Vernetzung der Radioflotte des Senders führt die FM4-Chefin den unlängst implementierten Web-Player ihres Senders an. Diesen werde es auch für die anderen Radios geben. Gemeinsame Aktivitäten im crossmedialen Bereich sollen forciert werden – es gebe viele Experten in den Sendern, die "Durchlässigkeit" könne hier "noch flexibler" gestaltet werden. Neue Apps wird es auch geben, jene für FM4 und Ö1 etwa seien schon auf dem Weg und kommen "hoffentlich noch heuer".

Die Doppelfunktion Senderchefin und Radiodirektorin ist ein Novum in der neuen Geschäftsführung. Eigensperger sieht das als "Herausforderung, der ich mich sehr gerne stelle". Über konkrete Pläne will sie sich noch nicht äußern – sie trete ihr Amt ja erst kommendes Jahr an und die neue Geschäftsführung werde die weiteren Schritte gemeinsam besprechen. Eigensperger, die am Donnerstag nicht nur ihre Wahl, sondern auch ihren Geburtstag feierte, freute sich jedenfalls über ein "tolles Geburtstagsgeschenk". (APA, 15.9.2016)

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