Norwegens Regierung lenkt im Streit um Utöya-Denkmal teilweise ein

15. September 2016, 15:07
1 Posting

Anwohner befürchten Touristenansturm

Oslo – Im jahrelangen Streit um eine geplante Gedenkstätte für die Opfer des rechtsradikalen Attentäters Anders Behring Breivik hat die Regierung teilweise eingelenkt. Kommunalminister Jan Tore Sanner teilte am Donnerstag mit, es werde nicht mehr an den Entwürfen des schwedischen Architekten Jonas Dahlberg für die geplante Gedenkstätte gegenüber der Insel Utöya festgehalten.

Um an die Ermordung von 69 überwiegend jungen Leuten zu erinnern, sollte in einen Felsvorsprung gegenüber von Utöya eine Schneise geschlagen werden. Die Anwohner fürchten, dass der Ort zum Touristenmagnet wird und hatten gegen die Pläne Klage eingereicht. Das Ministerium will nun zwar den Entwurf verwerfen, hält aber an dem Standort fest. Deshalb halten die Anwohner die Klage aufrecht. (APA, 15.9.2016)

Share if you care.