Luhukay gibt bei Stuttgart auf

15. September 2016, 14:53
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Niederländischer Trainer spürte kein Vertrauen in seine Arbeit – Offen ausgetragener Disput mit Sportvorstand Schindelmeiser als Auslöser

Stuttgart – Der VfB Stuttgart muss sich schon nach vier Spieltagen und einem enttäuschenden Start in der zweiten Fußball-Liga mit nur sechs Punkten einen neuen Trainer suchen. Die Schwaben und der niederländische Coach Jos Luhukay haben sich nach Clubangaben "einvernehmlich auf die sofortige Beendigung der Zusammenarbeit" verständigt, wie der Arbeitgeber von ÖFB-Legionär Florian Klein via Twitter bekanntgab.

Vorausgegangen waren ein in der Öffentlichkeit ausgetragener Konflikt zwischen Luhukay und Sportvorstand Jan Schindelmeiser. Die beiden hatten nach der 1:2-Heimniederlage gegen Heidenheim am vergangenen Freitag keinen Hehl aus ihren unterschiedlichen Auffassungen über die Kaderpolitik gemacht.

Der bisherige Co-Trainer Olaf Janßen, seit diesem Sommer beim Verein, und die beiden Ex-Profis Andreas Hinkel und Heiko Gerber stehen dem Team bis auf weiteres vor.

"Ich kann betonen, dass es eine reine Interimslösung sein wird", sagte Jan Schindelmeiser am Donnerstag. "Wir müssen die Situation so annehmen, wie sie ist und das Beste daraus machen."

Luhukay begründete seinen Abgang mit mangelndem Vertrauen in seine Tätigkeit. Basis für seine erfolgreiche Arbeit bei seinen anderen Vereinen sei "immer eine einheitliche Linie aller sportlichen Verantwortlichen bei der Zusammenstellung und Führung des sportlichen Bereichs und ein uneingeschränktes Vertrauen der Vereinsverantwortlichen in meine Arbeit" gewesen, ließ der 53-Jährige am Donnerstag über seine Anwälte mitteilen. "Diese Basis ist beim VfB Stuttgart nicht mehr vorhanden." Luhukay verzichtet den Angaben zufolge auf eine Abfindung und das Gehalt seines ursprünglich noch bis 2019 laufenden Vertrages. (APA, 15.9.2016)

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