Exporte des Euroraums im Juli stark rückläufig

15. September 2016, 13:06
7 Postings

Importe und Handel innerhalb der Eurozone ebenfalls schwächer – Auch gesamte EU verzeichnete starken Rückgang des Handels

Wien – Die 19 Länder des Euroraums haben im Juli Waren im Wert von 167,2 Mrd. Euro in die restliche Welt exportiert. Die scheinbar stolze Summe bedeutet allerdings einen Rückgang um zehn Prozent im Vergleich zum Juli 2015 (185,4 Mrd. Euro), teilte das EU-Amt für Statistik, Eurostat, mit. Im Gegenzug importierten die Euroländer Waren im Wert von 142 Mrd. Euro – um acht Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Damit ging der Exporüberschuss der Eurozone von 31,1 Mrd. Euro auf 25,3 Mrd. Euro zurück. Innerhalb der Eurozone wurden im Juli Waren im Wert von 137,3 Mrd. Euro gehandelt, auch das bedeutet einen Rückgang um sieben Prozent zum Juli 2015. Begründungen für den Rückgang lieferte Eurostat nicht.

Über die ersten sieben Monate des Jahres fiel der Rückgang deutlich geringer aus. Von Jänner bis Juli fielen die Warenexporte der Eurozone in den Rest der Welt um 2 Prozent auf 1.174 Mrd. Euro, die Warenimporte um 4 Prozent auf 1.013 Mrd. Euro. Innerhalb des Euroraums machte der Warenhandel 994,2 Mrd. Euro aus – ein Prozent weniger als in den ersten sieben Monaten 2015.

Noch stärkere Rückgänge gab es für die 28 EU-Staaten zusammen. Ihre Warenexporte in den Rest der Welt fielen im Juli um 13 Prozent auf 142 Mrd. Euro, in den ersten sieben Monaten des Jahres zusammen um 5 Prozent auf 993,2 Mrd. Euro. Im Gegenzug verringerten sich im Juli alleine die Importe um 8 Prozent auf 138,2 Mrd. Euro, in sieben Monaten machte das Minus 5 Prozent aus – 972,4 Mrd. Euro. Der Intra-EU28-Handel sank im Juli 2016 auf 245,8 Mrd. Euro, was einem Rückgang von sieben Prozent gegenüber Juli 2015 entspricht. Auf sieben Monate gerechnet stagnierte dieser Posten bei 1.804 Mrd. Euro. (APA, 15.9.2016)

Share if you care.