Tiroler warb mit Kuh für Norbert Hofer – Bauernbund sauer

15. September 2016, 11:59
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Bauernbunddirektor kritisiert politischen Missbrauch von Brauchtum

Innsbruck – Ein Wahlträger der etwas anderen Art sorgt beim Tiroler Bauernbund für Entrüstung: Der Götzner FPÖ-Gemeinderat und Bauer Christian Abentung trieb beim traditionellen Almabtrieb sein Rindvieh geschmückt mit dem Konterfei des Bundespräsidentschaftskandidaten Norbert Hofer ins Tal. Das gefiel einigen Bauernbund-Funktionären nicht, berichtete die "Tiroler Tageszeitung".

Der Agrarobmann distanzierte sich in einer E-Mail an den Bauernbund von dem "Wahlabtrieb", heißt es in dem Bericht. Und Bauernbunddirektor Peter Raggl kritisierte: "Das kann es doch nicht sein, dass Brauchtum solcherart politisch missbraucht wird."

FPÖ ortet Unterstützung für Van der Bellen

Abentung hingegen versteht die Aufregung nicht: "Wenn Alexander Van der Bellen beim Wiener Erntedankfest von Österreichs Jungbauern auftritt, regt sich auch niemand auf", wurde der freiheitliche Gemeinderat in der "TT" zitiert.

Die FPÖ ortete am Donnerstag eine "drittklassige Bauernposse des ÖVP-Bauernbundes". "Es ist skurril, dass gerade jene Organisation, die jahrzehntelang die Tiroler Landwirte instrumentalisierte, nun auf Hüter von Traditionen macht", sagte FPÖ-Landeschef Markus Abwerzger. Zudem sehe er bei der offiziellen Führung der ÖVP-Bauern zunehmend Tendenzen hin zur "verdeckten Wahlunterstützung" für den grünen Präsidentschaftskandidaten Van der Bellen. (APA, 15.9.2016)

  • Der FPÖ-Gemeinderat Christian Abentung trieb sein Vieh mit Norbert-Hofer-Schmuck ins Tal.
    foto: apa/fpö-tirol

    Der FPÖ-Gemeinderat Christian Abentung trieb sein Vieh mit Norbert-Hofer-Schmuck ins Tal.

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