Treibstoffe billiger, Restaurants teurer

15. September 2016, 11:02
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Täglicher Einkauf verteuerte sich im August im Schnitt um 1,6 Prozent – Mietpreise stiegen um 3,1 Prozent

Wien – Wer ein Auto fährt, mit Heizöl tankt, gerne ins Ausland fliegt oder Bekleidung und Schuhe kauft, hatte im August gute Karten. Hier sind die Preise im Jahresvergleich zum Teil stark gesunken. Pech hatten hingegen all jene, die gerne in Restaurants gehen oder in Hotels übernachten, in einer Mietwohnung leben oder Obst und Gemüse essen. Dort machte die Statistik die größten Preisanstiege fest.

Im Schnitt hat sich das Leben in Österreich im August im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 Prozent verteuert. Dieser niedrige Wert hält sich nun schon den vierten Monat in Folge.

Der tägliche Einkauf (Mikrowarenkorb) wurde im Schnitt um 1,6 Prozent teurer. Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke stiegen mit 0,9 Prozent stärker als die allgemeine Inflation. Insbesondere Saisonwaren wie Obst, Gemüse und schlugen mit einem Anstieg von 2,1 Prozent zu Buche. Fleisch und Wurst verteuerten sich um 1,4 Prozent, verarbeitete Lebensmittel und Alkohol hingegen nur um 0,7 Prozent. Milch, Käse und Eier wurden hingegen um 2 Prozent günstiger.

Miniwarenkorb billiger

Der wöchentliche Einkauf (Miniwarenkorb) wurde insbesondere aufgrund des günstigen Sprits billiger und verringerte sich im Jahresabstand um 1,0 Prozent. Superbenzin verbilligte sich im August um fast 12 Prozent, Diesel um sechs Prozent. Heizöl extra leicht wurde um im Schnitt um zehn Prozent günstiger. Auch Flugtickets ins Ausland kosteten um zwölf Prozent weniger als noch vor einem Jahr.

Rückläufig waren auch die Preise für Bekleidung (-2,5 Prozent) und Schuhe (-3,1 Prozent).

Der bedeutendste Preistreiber war im August der Posten "Restaurants und Hotels" (+2,9 Prozent), wobei der Besuch beim Wirten um 2,9 Prozent teurer wurde, die Übernachtung im Hotel im Schnitt um 3,5 Prozent.

Mieten um über drei Prozent gestiegen

Wohnungsmieten sind um 3,1 Prozent gestiegen. Betriebskosten für Mietwohnungen erhöhten sich um 1,6 Prozent, jene für Eigentumswohnungen um 2,7 Prozent. Haushaltsenergie verbilligte sich durchschnittlich um 1,4 Prozent (Gas -2,4 Prozent, Fernwärme -1,0 Prozent, Strom +1,1 Prozent).

Gegenüber dem Vormonat Juli ging die Inflation um 0,2 Prozent zurück. Hauptpreisdämpfer waren Bekleidung und Schuhe, die sich aufgrund der ausgeweiteten Sommerschlussverkäufe durchschnittlich um 2,4 Prozent verbilligten. Angeschoben wurde die Inflation im Monatsabstand durch eine Verteuerung von Mobiltelefonen um fast 111 Prozent, was auf das Ende der Gratis-Aktivierungsentgelte bei einigen Mobiltelefonanbietern zurückzuführen sei. (APA 15.9.2016)

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