USA wollen 2017 110.000 Flüchtlinge aufnehmen

15. September 2016, 06:11
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Rund 30 Prozent oder 25.000 Flüchtlinge mehr als in diesem Jahr – Größtes Kontingent für Nahost und Südasien

Washington – Die USA wollen im kommenden Jahr deutlich mehr Flüchtlinge aufnehmen als in diesem. Das Aufnahmekontingent werde um gut 30 Prozent auf 110.000 Flüchtlinge erhöht, kündigte Präsidentensprecher Josh Earnest am Mittwoch an. Das sind etwa 25.000 mehr als derzeit geplant. Rund 40.000 der 110.000 Flüchtlinge sollen aus der Region Nahost und Südasien kommen; in diesem Gebiet liegt auch das Bürgerkriegsland Syrien.

Die Aufnahme von Flüchtlingen zählt zu den heißen Themen des US-Präsidentenwahlkampfs. Der republikanische Kandidat Donald Trump hat wiederholt muslimische Zuwanderer als Sicherheitsrisiko bezeichnet.

Das Weiße Haus betonte nun, dass die Flüchtlinge einer "strengeren Überprüfung unterzogen werden als alle anderen Personen, die in die USA einreisen". Die nationale Sicherheit stehe in der Prioritätenliste ganz oben, "und das gilt ganz besonders für die Einreise von Flüchtlingen in die Vereinigten Staaten", sagte Earnest.

In der kommenden Woche findet in New York der erste UN-Gipfel zur Flüchtlingsproblematik statt. US-Präsident Barack Obama hat zudem zu einer Geberkonferenz für Flüchtlinge eingeladen. (APA/AFP, 15.9.2016)

  • Die USA wollen auch mehr syrische Flüchtlinge aufnehmen.
    foto: apa/afp/bulent kilic

    Die USA wollen auch mehr syrische Flüchtlinge aufnehmen.

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