Gold für Dressurreiter Puch, Bronze für Schwimmer Onea

14. September 2016, 21:44
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Steirer wiederholt den Coup von London 2012: "Das ist ein totaler Wahnsinn"

Rio de Janeiro – Pepo Puch hat für Österreichs erste Goldmedaille bei den Paralympics in Rio de Janeiro gesorgt. Der Dressurreiter setzte sich mit seinem Pferd Fontainenoir in seiner Klasse im Pflichtbewerb durch. Es ist Puchs zweites Gold nach jenem in der Kür in London 2012. In der Pflicht hatte er vor vier Jahren Bronze gewonnen.

"Das ist ein totaler Wahnsinn", sagte Puch, der den Erfolg noch höher als den Paralympics-Sieg in London einordnete. "Wir haben gearbeitet und es hat funktioniert, das taugt mir." Am Freitag bestreitet er noch den Kürbewerb. Der 50-jährige Steirer, der in der Schweiz lebt, ist inkomplett querschnittgelähmt. Er stürzte nach einem technischen Gebrechen einer Airbagweste 2008 folgenschwer vom Pferd.

Bronze für Onea

Auch für Schwimmer Andreas Onea hat es mit einer Medaille geklappt: Nach Platz 6 in Peking und Platz 4 in London musste sich der 24-jährige Niederösterreicher über 100 Meter Brust in 1:44,44 nur dem Spanier Oscar Saluero Galisteo und dem Italiener Federico Morlacchi geschlagen geben.

"Ich bin so unglaublich glücklich", strahlte Onea nach seinem sensationellen Rennen, in dem er lang auf Platz 5 gelegen war. "In London war ich drei Zehntel hinter Bronze, jetzt habe ich Bronze um drei Zehntel gewonnen – ich kann meine Gefühle kaum beschreiben Dieser Tag ist für uns überhaupt ein Wahnsinn mit so vielen Medaillen für uns Österreicher."

Insgesamt fünf Medaillen

Davor hatten die Handbiker Thomas Frühwirth und Walter Ablinger im Zeitfahren jeweils Silber gewonnen. Inklusive Bronze für Tischtennisspieler Kristzian Gardos ergibt das bisher fünf ÖPC-Medaillen. (red, 14.9.2016)

  • Goldener Pepo Puch: "Wir haben gearbeitet und es hat funktioniert, das taugt mir."
    foto: reuters/rawlins

    Goldener Pepo Puch: "Wir haben gearbeitet und es hat funktioniert, das taugt mir."

  • Bronzener Andreas Onea: "Ich kann meine Gefühle kaum beschreiben".
    foto: reuters/moraes

    Bronzener Andreas Onea: "Ich kann meine Gefühle kaum beschreiben".

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