Trump will bezahlten Mutterschutz einführen

14. September 2016, 20:04
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US-Republikaner verspricht sechswöchige Babypause und Steuervorteile für Familien

Washington – Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump will in den USA einen bezahlten Mutterschutz einführen. An der Seite seiner Tochter Ivanka stellte der Immobilienmilliardär am Dienstagabend bei einem Wahlkampfauftritt in Aston im Bundesstaat Pennsylvania seine familienpolitischen Pläne vor.

Nach der Geburt eines Kindes sollen Mütter demnach Anspruch auf eine sechswöchige Babypause haben und ein Mutterschutzgeld in Höhe des Arbeitslosengelds erhalten, das von Bundesstaat zu Bundesstaat unterschiedlich ist.

"Anreize" für Betriebskindergärten

Trump will im Fall seines Wahlsiegs auch dafür sorgen, dass Familien Betreuungskosten für Kinder bis 13 Jahre von der Steuer absetzen können. Arme Familien, die nicht von den Steuervorteilen profitieren, sollen seinen Plänen zufolge weniger für die Kinderbetreuung zahlen müssen. Trump will nach eigenen Angaben zudem "Anreize" schaffen, damit mehr Unternehmen mehr Betriebskindergärten anbieten.

Trump sagte, seine Tochter Ivanka habe maßgeblich an seinem familienpolitischen Programm mitgearbeitet. Die 34-Jährige, die in Trumps Konzern arbeitet, hat selbst drei kleine Kinder.

Zwölf Wochen unbezahlter Urlaub

Die USA sind das einzige Industrieland, das keinen bezahlten Mutterschutz garantiert. Bisher haben Mütter nach der Geburt lediglich Anspruch auf zwölf Wochen unbezahlten Urlaub, manche Arbeitgeber bieten allerdings eine bezahlte Babypause an. In den USA ist Kinderbetreuung zudem oft sehr teuer.

Trumps demokratische Rivalin Hillary Clinton tritt schon länger für einen bezahlten Mutterschaftsurlaub ein: Zwölf Wochen lang sollen Mütter oder Väter zwei Drittel ihres Gehalts erhalten. Außerdem sollen Familien nicht mehr als zehn Prozent ihres Einkommens für Kinderbetreuung ausgeben müssen. Die Demokraten kritisierten Trumps Pläne als "überholt". Außerdem sei die Finanzierung unklar und arme Familien würden benachteiligt. (APA, 14.9.2016)

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