Günther Loewit, Arzt und Autor

Kolumne17. September 2016, 08:02
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Der Landarzt in Niederösterreich bezeichnet sich selbst als autoaffin und besaß vor seinem aktuellen E-Auto bereits an die 30 Fahrzeuge

Der Allgemeinmediziner Günther Loewit seziert in seinem am Donnerstag erschienenen Sachbuch "Wir schaffen die Kindheit ab" (Haymon-Verlag) den falschen Umgang mit dem Nachwuchs und erzählt von Helikoptereltern, Tyrannenkindern und Förderwahn. Loewit warnt: "Wir machen gesunde Kinder zu Patienten."

Als Landarzt in Niederösterreich kommt man viel herum, "das macht mir auch viel Freude, denn ich bin seit meiner Kindheit autoaffin". Sein erstes Wort sei "Zn-zn" gewesen, was die Eltern eindeutig als "Zündschlüssel" deuten konnten, erzählt man sich in der Familie noch heute. "Der Zn-zn gehörte zu einem Steyr Puch, Baujahr 1954."

Eine Form der Freiheit

Neben Familie und Beruf sind Autos ein "Lebensthema" des Arztes. "Ich kann meine Autos gar nicht zählen, an die 30 werden es schon sein." Mit seinen Autos hat er "immer viel Freude gehabt, ich fahre immer noch gerne. Das ist für mich eine Form von Freiheit – auch gedanklicher Freiheit."

An eines erinnert er sich besonders: "Das war ein Lexus SC 430, der war toll, ein sehr unkonventionelles Hardtop-Cabrio. Nachdem ich sehr viel unterwegs bin, gönne ich mir halt diesen Luxus, auch Sicherheit ist hier ein Thema." Von seinem nigelnagelneuen Tesla ist Loewit sowieso "restlos begeistert". Günstig war der S 90 D nicht, lange wurde hin und her überlegt: "Dem Kauf ging eine zweijährige Schwangerschaft, gefolgt von einer dreimonatigen Wartezeit, voraus." Dem Autor ging es "um die Reichweite, nicht um Beschleunigung. Ich bin damit schon nach Innsbruck gefahren – 480 Kilometer am Stück. Man wird so zum Gleiter und Energiesparer, fährt auf der Autobahn zwischen 100 und 110 km/h."

Entschleunigung

Der Rest der Familie zu Hause in Marchegg nimmt die Entschleunigung gelassen, "nur meine Tochter trauert dem Vorgänger, einem Audi A7, nach. Aber zwei Autos wollte ich mir nicht leisten." Ein wichtiger Faktor für den Kauf des Elektroautos: "Wenn man privilegiert ist, und so sehe ich mich, muss man mit gutem Beispiel vorangehen, auch wenn es teuer ist." Ach ja, vom ersten eigenen Geld kaufte sich Loewit einen "gebrauchten blauen Käfer, Baujahr 1971. Der war damals genauso glücksbringend wie heute der Tesla." (Jutta Kroisleitner, 17.9.2016)

  • Der Arzt und Buchautor Günther Loewit fährt einen Tesla S 90 D, weil er meint, wenn man privilegiert sei, müsse man mit gutem Beispiel vorangehen, auch wenn es teuer sei.
    foto: pixelkinder

    Der Arzt und Buchautor Günther Loewit fährt einen Tesla S 90 D, weil er meint, wenn man privilegiert sei, müsse man mit gutem Beispiel vorangehen, auch wenn es teuer sei.

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