Obama macht Wahlkampf für erkrankte Clinton

13. September 2016, 22:57
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Amtsinhaber gab Solo-Debüt im Präsidentschaftswahlkampf – "Werde so hart arbeiten wie ich kann, damit Hillary Clinton gewählt wird"

Washington – US-Präsident Barack Obama hat seine Parteifreundin und Wunschnachfolgerin Hillary Clinton vor "unfairer" Kritik verteidigt. Die demokratische Präsidentschaftskandidatin habe "mehr unfaire Kritik aushalten müssen als irgendjemand", sagte Obama am Dienstag in Philadelphia. Es war der erste Solo-Auftritt des Amtsinhabers im diesjährigen Präsidentschaftswahlkampf.

"Es ist gut, wieder auf Wahlkampftour zu sein", rief Obama vor jubelnden Anhängern. "Ich werde in diesem Herbst so hart arbeiten wie ich kann, damit Hillary Clinton gewählt wird." Die demokratische Präsidentschaftsbewerberin steht derzeit wegen gesundheitlicher Probleme im Fokus, die durch einen Schwächeanfall ans Licht kamen.

Clinton gestand am Montagabend ein, die Öffentlichkeit erst spät über eine Lungenentzündung informiert zu haben. Sie habe ihre Erkrankung selbst nicht ernst genommen. Ihr gehe es aber wieder gut, betonte die 68-Jährige und kündigte ihre baldige Rückkehr in den Wahlkampf an.

Trump rede "irgendwelches Zeug"

Ihr Parteifreund Obama griff bei seinem Wahlkampfauftritt in Philadelphia den republikanischen Kandidaten Donald Trump und auch die Medien scharf an: "Donald Trump erzählt jeden Tag irgendwelches Zeug, das ihn für das Amt des Präsidenten disqualifiziert. Und nur, weil er ist immer und immer und immer wieder macht, haben die Medien aufgegeben."

Obama war im Wahlkampf bereits mit Clinton aufgetreten, allein aber war er noch nicht auf Tour. "Ich will wirklich, wirklich, wirklich, dass Hillary Clinton gewählt wird", sagte er. (APA, AFP, 13.9.2016)

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