Das beste Stück ... nachgefragt bei Lorenz Gallmetzer

Kolumne18. September 2016, 15:00
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Michael Hausenblas fragt den Autor und langjährigen ORF-Korrespondenten Lorenz Gallmetzer nach seiner Lieblingslampe

"Die Lampe, die auf dem Foto zu sehen ist, habe ich während meiner Zeit in Paris erworben. Schon deshalb hat sie nostalgischen Wert. Sie hat, von ihrer Anmutung her, etwas Asiatisches.

Schlank, streng, nüchtern, minimalistisch, aus Holz und Pergamentpapier. Das besteht aus Zellstoff, nicht aus Pergament, das ja aus Tierhaut gemacht wird. Und sie spendet warmes, unaufdringliches Licht. Sie flutet den Raum sanft wie Klavierstücke von Erik Satie, der ja seine Kompositionen 'musique d'ameublement', also 'Möbel- oder Einrichtungsmusik', genannt hat. Klar, kurz und schlicht sollte Musik klingen und einfach im Raum sein wie Stühle, ein Tisch oder ein Vorhang, sagte der Vorreiter der Minimal Music.

Seine Kompositionen wurden in über 100 Filmen verwendet. Saties Werke als meditative Hintergrundmusik und vom Licht meiner Lampe eingehüllt, kann ich gut entspannen, die Fenster und Türen zum schrillen Alltag draußen schließen." (Michael Hausenblas, RONDO, 16.9.2016)

Lorenz Gallmetzers neues Buch "süchtig" ist im Verlag K & S / ORAC erschienen.

  • Lorenz Gallmetzers: "Die Lampe flutet den Raum sanft wie Klavierstücke von Erik Satie."
    foto: nathan murrell

    Lorenz Gallmetzers: "Die Lampe flutet den Raum sanft wie Klavierstücke von Erik Satie."

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