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Mitarbeiter wünschen sich flexible Arbeitszeit

16. September 2016, 14:15

Zahlreiche Branchen leiden unter den starren Arbeitszeitregelungen und Unternehmen wünschen sich mehr Gestaltungsraum und Flexibilität. Häufig geht dieser Wunsch direkt von den Mitarbeitern aus.

"In der IT-Branche ist Flexibilität – so gut es geht – schon gelebte Praxis", weiß Martin Zandonella, Geschäftsführer der Net4You Internet GmbH. Das Villacher IT-Dienstleistungsunternehmen arbeitet sehr projektbezogen und die Mitarbeiter wünschen sich, selbst entscheiden zu können, wann sie die Arbeit erledigen. "Die starren Arbeitszeitmodelle sind jedoch ein echtes Problem für uns. Eine bevorstehende Deadline heißt für uns einfach mehr Arbeit – und hier kommen wir an unsere Grenzen. Dabei ist die Realität um einiges weiter als das, was das Gesetz vorschreibt." Martin Zandonella wünscht sich eine Erhöhung der Arbeitszeit auf zwölf Stunden am Tag, wobei sich über einen entsprechenden Durchrechnungszeitraum die Arbeitszeit insgesamt nicht erhöhen soll.

Arbeitszeit flexibel einteilen

Mit diesem Wunsch steht der IT-Geschäftsführer nicht alleine da. Auch Michael Ivellio-Vellin, Inhaber eines Unternehmens für professionelle IT-Dienstleistungen in Wien, beschäftigt sich schon lange mit dem Thema: "Ich habe schon öfter mit Branchenkollegen diskutiert und man kann sagen, dass die Forderung nach Flexibilisierung in der IT sehr stark von den Mitarbeitern kommt – insbesondere von den jüngeren. Eine Mutter oder ein Vater will den Nachmittag vielleicht einmal lieber mit den Kindern verbringen und später am Abend, wenn die Kinder im Bett sind, die Arbeit nachholen. Doch wenn das Unternehmen dann Zuschläge für die Nachtarbeit zahlen muss, wird es unrentabel."

Verlängertes Wochenende

Der Ruf nach mehr Flexibilität hallt längst durch alle Branchen und macht vor kaum einem Unternehmen – ob internationaler Großkonzern oder regionaler Handwerksbetrieb – Halt. Das weiß Andreas Lahner, Geschäftsführer der Lahner Galvanisierungs-GmbH in Brunn am Gebirge, nur zu gut: "Flexibel zu sein ist für uns mittlerweile ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Wenn ein Mitarbeiter einmal zwei Stunden früher gehen möchte und dies dafür nachholen kann, wenn mehr Arbeit anfällt, ist das für alle Beteiligten im Betrieb das Beste. Wir stoßen bei den gegenwärtigen Arbeitszeitmodellen einfach an unsere Grenzen." Vor allem für Tages- oder Wochenpendler ist eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten wünschenswert: Sie können ihre wöchentliche Arbeitszeit in 3,5 oder vier Tagen erledigen, ersparen sich Wege und können das verlängerte Wochenende für Freizeit und Familie nutzen.

Mitarbeiter selbst entscheiden lassen

Hermann Glatzer, Geschäftsführer der Glatzer GmbH mit Sitz im niederösterreichischen Fischamend, sieht in den derzeitigen Arbeitszeitregelungen eine Bevormundung von Arbeitnehmern: "Bei uns wünschen sich die Mitarbeiter selbst mehr Flexibilität. Wir leiden unter der 10-Stunden-Höchstgrenze – und gerade im hochtechnischen Bereich sollte man die Leute selbst entscheiden lassen." Genau wie viele Unternehmer sieht er in den strengen gesetzlichen Vorgaben die Gefahr, nicht wettbewerbsfähig bleiben zu können: "Wenn wir am Ende der Woche unsere Arbeit liegen lassen müssen und Kunden erst später beliefern können, werden uns die Mittel genommen, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen und Arbeitsplätze zu sichern."


Die WKÖ setzt sich für eine Flexibilisierung der Arbeitszeit ein. Weitere Informationen unter www.wko.at/flexible-arbeitszeiten.

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    foto: ammentorp
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