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Mutter Natur macht‘s wieder gut?

16. September 2016, 09:16

Von der Freude am Wortspiel oder warum der SONNENTOR Kutzkutz-Tee kein Hustentee ist. Und was ein Teehersteller so zur Health Claims Verordnung zu sagen hat.

Haben Sie sich schon Mal gefragt, warum viele der SONNENTOR Tees "Frosch im Hals", "Freier Atem" oder ähnlich heißen? Die witzigen Namen sind nicht nur Marketing-Strategie, sondern haben auch einen pragmatischen Grund: die europäische Health Claims Verordnung. Seit 2012 sind gesundheitsbezogene Aussagen auf Lebensmitteln verboten. Thymiantee oder Salbeitee helfen gegen gar nichts? So lange der Produzent nicht für eine teure Pharmalizenz aufkommt und in weiterer Folge nicht mehr als reiner Lebensmittelhersteller gilt, ist das so. Nur dann gelten andere Gesetze.

Eh klar, dass das passiert ist: darum gibt es die Health Claims

Auslöser für das Inkrafttreten der Verordnung waren Wildwüchse in Werbung und Marktkommunikation von Lebensmittelherstellern und Konzernen, die mit wundersamen gesundheitlichen Wirkungen von Lebensmitteln warben. Und da müssen wir der Europäischen Union Recht geben. Obwohl wir – an dieser Stelle schwarz auf weiß festgehalten – prinzipiell gegen die Verordnung in dieser Form sind. Der Grund: Nein, Schokoriegel mit Milchfüllung unterstützen nicht das gesunde Wachstum der Kleinsten unter uns. Nur ein Beispiel von vielen gesundheitsbezogenen Aussagen, die sich bis vor nicht allzu langer Zeit auf Lebensmitteln tummelten. Grund genug für die EU einzugreifen und gesundheitsbezogene Aussagen auf Lebensmitteln zu verbieten. Und bis hierhin sind wir d’accord.

Und jetzt kommt das "Aber": warum wir doch dagegen sind

Genau 222 gesundheitsbezogene Aussagen sind bei exakter Erfüllung bestimmter Kriterien erlaubt. Zum Beispiel: "...trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen" oder "...trägt zu einer normalen Aminosäuresynthese bei". Studien zeigen: solche Aussagen schrecken eher ab, als dass sie helfen. Weil, jetzt Mal ganz ehrlich: was zum Kuckuck ist eigentlich "oxidativer Stress"?

"Salbeitee desinfiziert" oder "Thymian hilft bei Schnupfen" sind nicht zugelassene gesundheitsbezogene Aussagen und somit für Lebensmittelhersteller nicht erlaubt. Auch wenn wir alle schon oft von der Wirkung so manchen Kräutleins profitiert haben.

Und was sagt der Hausverstand?

In einem kostenaufwändigen Prozess kann man die gleichen Kräuter und Gewürze mit einer Pharmalizenz versehen lassen, die dann alles ändert. "Bauchgefühl" darf dann "Magen- und Darmtee" heißen.

Und diese Info lassen wir jetzt einfach so stehen. Wir finden nämlich, dass ein bisserl Hausverstand in der EU (ganz ohne Lizenz und Lizenzgebühren) zugelassen sein sollte. Salbeitee ist eben schon immer ganz super, wenn man Halsweh hat. Und Thymian hat bei Schnupfen schon immer Abhilfe geschaffen. Das haben wir so als Kinder gelernt und das steht so in unzähligen Büchern.

Für uns ist die Health Claims Verordnung jeden Tag aufs Neue eine große Herausforderung. Und für einen Teehersteller ist es eben gar nicht fein, wenn man die Frage eines lieben Kunden nach der Wirkung von Salbei mit folgender Aussage beantworten muss: "Tut uns sehr leid, aber gesundheitsbezogene Aussagen dürfen wir als Lebensmittelhersteller nicht treffen. Das verbietet uns die Health Claims Verordnung."

  • Salbeitee hilft gegen Halsweh – darauf hinweisen darf man als Lebensmittelhersteller jedoch nicht.
    foto: sonnentor

    Salbeitee hilft gegen Halsweh – darauf hinweisen darf man als Lebensmittelhersteller jedoch nicht.

  • Ob jung oder alt – die meisten haben schon einmal von der Wirkung von Kräutern profitiert.
    foto: sonnentor

    Ob jung oder alt – die meisten haben schon einmal von der Wirkung von Kräutern profitiert.

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