Separatisten in der Ostukraine kündigen einseitige Feuerpause an

13. September 2016, 16:03
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Als "Zeichen des guten Willens" – Vor Besuch des deutschen und des französischen Außenministers in Kiew

Donezk/Kiew/Washington – Vor einem Besuch des deutschen Außenministers Frank-Walter Steinmeier und seinem französischen Kollegen Jean-Marc Ayrault in Kiew haben die Separatisten in der Ostukraine eine einseitige Feuerpause von diesem Donnerstag an angekündigt. Es gehe um ein "Zeichen des guten Willens", sagten die Chefs der Gebiete Donezk und Luhansk, Alexander Sachartschenko und Igor Plotnizki, am Dienstag örtlichen Medien zufolge.

Die Aufständischen riefen die prowestliche Führung in Kiew auf, die am Mittwoch um Mitternacht in Kraft tretende Waffenruhe "ernst zu nehmen".

Feuerpause gilt bereits

Formal gilt im Konfliktgebiet Donbass bereits seit 2015 eine Feuerpause, die aber von beiden Seiten immer wieder verletzt wird. Steinmeier reist an diesem Mittwoch mit Ayrault zur Unterstützung der Friedensbemühungen nach Kiew.

Bei erneuten Gefechten in der Unruheregion starben der ukrainischen Armeeführung zufolge drei Soldaten. 15 weitere Regierungskämpfer seien verletzt worden, sagte Präsidialamtssprecher Alexander Motusjanik. Die Separatisten wiesen jede Verantwortung dafür zurück.

Der ukrainische Staatspräsident Petro Poroschenko kündigte an, den Verteidigungsetat für 2017 auf umgerechnet 4,3 Milliarden Euro verdoppeln zu wollen. Über den Haushalt der krisengeschüttelten Ex-Sowjetrepublik entscheidet das Parlament. (APA, 13.9.2016))

  • Ukrainischer Soldat in Pavlopil, Donezk.
    foto: apa/afp/aleksey filippov

    Ukrainischer Soldat in Pavlopil, Donezk.

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