Alles oder nichts für ÖBV-Herren in Deutschland

13. September 2016, 14:10
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EM-Chance bleibt nur bei Sieg in Bamberg intakt – Kemzura: "Es ist noch nicht vorbei"

Schwechat/Bamberg/Wien – Alles oder nichts lautet die Devise für Österreichs Basketball-Herren, wenn sie am Mittwoch (19.30 Uhr, ORF Sport + live) im vorletzten Spiel der Qualifikation zur EM 2017 (Gruppe B) in Bamberg gegen Deutschland antreten. Nur ein Sieg zählt, bei einer Niederlage wäre alles vorbei. Dann hätte das Abschlussspiel am Samstag in Dänemark nur mehr statistischen Wert.

Obwohl Deutschland schwächelt, wird die Aufgabe in "Freak-City", wie die Stadt in Oberfranken in deutschen Basketball-Kreisen genannt wird, alles andere als leicht. Immerhin wartet Österreich bereits mehr als 39 Jahre oder seit acht Spielen auf einen vollen Erfolg gegen den Nachbarn. Der letzte Sieg datiert vom 22. April 1977 (92:76 bei einem Turnier in Bremerhaven). In einem Bewerbspiel muss man sogar noch länger zurückblättern: am 22. Mai 1969 und somit vor mehr als 47 Jahren hieß es in einer Partie der damaligen EM-Qualifikation in Saloniki am Ende 82:75 für Österreich.

"Wir können Deutschland schlagen"

"Es ist noch nicht vorbei", sagte Teamchef Kestutis Kemzura vor der Abreise nach Bamberg. "Wenn wir unsere beste Leistung abrufen, können wir Deutschland schlagen." Der Gegner sei Favorit und auch deshalb "mehr unter Druck als wir. Wenn wir das Tempo kontrollieren können, ist alles möglich". Nicht zuletzt werde sein Team "den Kampf annehmen müssen", betonte Kemzura.

Hoffnung gibt den Österreichern, dass die DBB-Auswahl zuletzt sowohl gegen die Niederlande als auch völlig überraschend in Dänemark verloren hat. Beim 61:59 vor eineinhalb Wochen in Schwechat hatte der Gegner seinen Sieg erst im Finish sichergestellt, nachdem das ÖBV-Team im Schlussviertel lediglich sechs Zähler erzielt und damit eine Elf-Punkte-Führung nach 30 Minuten aus der Hand gegeben hatte.

Das Aufeinandertreffen in Bamberg, wo der frühere ÖBV-Internationale Stefan Weissenböck dem Trainerstab des amtierenden deutschen Meister angehört, ist ein "do or die"-Spiel für beide Teams. Die ÖBV-Herren sind am Dienstagnachmittag per Autobus von Schwechat aus nach Oberfranken aufgebrochen. Zuvor ließ Kemzura noch trainieren. Von Bamberg geht es am Donnerstag via Frankfurt zum letzten Spiel ins dänische Naestved weiter. (APA, 13.9.2016)

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