Erste Risse am britischen Arbeitsmarkt nach Brexit-Votum

13. September 2016, 13:26
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Manche Branchen signalisieren sinkende Einstellungsbereitschaft

London – Auf dem britischen Arbeitsmarkt zeigen sich zehn Wochen nach dem Brexit-Votum erste negative Folgen. Zwar wollen nach wie vor mehr Unternehmen Mitarbeiter einstellen als entlassen, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des privaten Personaldienstleisters Manpower unter 2000 Arbeitgebern hervorgeht. Allerdings gilt das nicht für alle Branchen: Unternehmens- und Finanzdienstleister sowie Baufirmen und Versorger signalisierten für das Jahresende eine nachlassende Einstellungsbereitschaft. Besonders in ärmeren Gegenden wie Nordirland und Wales trübten sich die Beschäftigungsaussichten ein, ebenso in Schottland.

"Nach dem ersten Brexit-Schock treten wir jetzt in eine Phase der anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheit ein", sagte Manpower-Experte Mark Cahill. Ein britischer EU-Abschied könnte für viele Unternehmen Hemmnisse im Handel mit Europa bedeuten. Bislang unberührt davon zeigen sich die Landwirtschaft sowie das Hotelgewerbe und die Einzelhandelsbranche. Hier sollen mehr Mitarbeiter eingestellt werden. Das gilt auch generell für die Arbeitgeber in London und im Nordwesten Englands. (Reuters, 13.9.2016)

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