UN: Türkei hindert Beobachter an Arbeit

15. Juli 2017, 22:12
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Hochkommissar kritisiert auch Regierungen von Nordkorea und Syrien

Genf – Eine zunehmende Zahl von Staaten erschwert UN-Menschenrechtsbeobachtern die Arbeit oder verweigert ihnen von vornherein die Einreise. Neben Diktaturen wie Nordkorea und Bürgerkriegsländern wie Syrien gehöre dazu auch die Türkei, beklagte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Zeid Ra'ad al Hussein, am Dienstag.

Den UN lägen Berichte über willkürliche Tötungen, die Vertreibung von Zivilisten und die Zerstörung ganzer Ortschaften in den Kurdengebieten im Südosten der Türkei vor. Die Regierung in Ankara erlaube UN-Beobachtern jedoch nicht, die Anschuldigungen vor Ort zu überprüfen, kritisierte Hussein in seinem Lagebericht für die am selben Tag eröffnete 33. Sitzung des UN-Menschenrechtsrats.

"Wenn uns der Zugang verweigert wird, müssen wir vom Schlimmsten ausgehen", sagte der UN-Hochkommissar. Im Fall der Türkei habe der UN-Menschenrechtsrat in Genf eine externe Monitoringeinheit geschaffen. Für die Beobachtung der Menschenrechtslage in Ländern, die UN-Experten den Zutritt verweigern, stütze man sich neben der Befragung von Zeugen außerhalb des jeweiligen Staates auch auf "technische Mittel", darunter Satellitenaufnahmen. (APA, 13.9.2016)

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