Infineon-Konkurrent Renesas mit milliardenschwerem Zukauf

13. September 2016, 09:48
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Japanischer Konzern will für US-Chiphersteller 3 Mrd. Euro hinblättern

Der japanische Infineon-Rivale Renesas will mit einem Milliardenzukauf sein Autogeschäft stärken. Für den US-Chiphersteller Intersil bieten die Japaner 22,50 US-Dollar je Aktie und damit insgesamt 3 Mrd. US-Dollar (2,67 Mrd. Euro), wie die Unternehmen am Dienstag mitteilten.

Intersil hat Halbleiter für die Autobranche im Programm, wie etwa Chips zur Steuerung von Batterien in elektrischen und gemischt angetriebenen Fahrzeugen. Renesas will den Deal nach der Zustimmung durch Behörden und Aktionäre im ersten Halbjahr 2017 abschließen.

Autobau

Renesas erzielt bereits fast die Hälfte des Umsatzes mit Kunden aus dem Autobau, bei Infineon waren es zuletzt gut 40 Prozent. Auch Infineon hat kürzlich mit dem US-Unternehmen Wolfspeed einen Anbieter unter anderem für Ladechips in Autos zugekauft. Im vergangenen Jahr hatte der Dax-Konzern laut Medienberichten auch über einen Einstieg bei Renesas nachgedacht.

Bei der weiteren Digitalisierung und Elektrifizierung des Autos wollen insbesondere Chipkonzerne mitverdienen und den Anteil an verbauten Chips deutlich steigern. Renesas hat sich zudem durch Kostensenkungen und neue Verkaufsmöglichkeiten einen jährlichen Sparvorteil von 170 Mio. Dollar ausgerechnet. Zudem ist Intersil bei chinesischen Kunden gut im Rennen, Renesas dagegen vor allem in der japanischen Heimat. (APA, 13.9. 2016)

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