Oberösterreicher nach Schlägerei wegen Verbotsgesetz verurteilt

12. September 2016, 16:15
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22-Jährige hatte bereits mehrere Vorstrafen – auch SS-Tätowierung am Handgelenk

Ried im Innkreis – Ein Oberösterreicher, der zunächst wegen einer Schlägerei festgenommen worden war, ist in einer Verhandlung am Montag im Landesgericht Ried im Innkreis nach dem Verbotsgesetz schuldig gesprochen und zu 18 Monaten Haft unbedingt verurteilt worden. Denn der 22-Jährige soll in der Polizeiinspektion den Hitlergruß gezeigt und obendrein eine SS-Tätowierung am Handgelenk gehabt haben.

Dem Innviertler wird vorgeworfen, er habe betrunken im November vergangenen Jahres eine Frau ins Gesicht und einen Mann bewusstlos geschlagen. Die deswegen angeklagte Körperverletzung war am Montag nicht Gegenstand der Verhandlung, weil in dem Fall noch ein Gutachten ausständig ist. Aber die Geschwornen hatten eine Anklage wegen der einschlägigen Tätowierung, die der Innviertler inzwischen verändern hat lassen, aber eingesteht, sowie wegen des drei Sekunden dauernden Hitlergrußes, den er leugnet, zu beurteilen.

Mehrere Vorstrafen

Die damals anwesenden Beamten der Polizeiinspektion gaben als Zeugen an, die Handlung des 22-Jährigen deutlich gesehen zu haben. Dessen Mutter, die zu diesem Zeitpunkt ebenfalls dort war, bestritt sie. Der Beschuldigte hat mehrere Vorstrafen, darunter zwei einschlägige. Außerdem wurden bei einer Hausdurchsuchung NS-Sticker und Bilder bei ihm gefunden.

Es erfolgte ein einstimmiger Schuldspruch und eine Verurteilung zu 18 Monaten unbedingt Haft. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, weil die Staatsanwaltschaft keine Erklärung abgab und auch die Verteidigung Bedenkzeit erbat.

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