"vDOS": Teenager boten DDoS-Angriffe in Online-Shop an

18. September 2016, 13:17
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Festnahme in Israel auf Ansuchen des FBI – Datenbank-Leak ermöglichte Identifizierung

US-Behörden ist ein Erfolg gegen die Hintermänner zahlreicher DDoS-Angriffe gelungen. Unter DDoS (Distributed Denial of Service) versteht man Angriffe, bei denen ein Server durch zahlreiche Rechner durch eine Flut an Anfragen in die Knie gezwungen wird.

Die beiden von israelischen Behörden auf Ansuchen des FBI festgenommenen Männer hatten einen Online-Shop namens "vDOS" betrieben. Dort konnten Kunden Attacken unterschiedlicher Größenordnung und Dauer auf Ziele ihrer Wahl ordern. Diese wurden anschließend mithilfe von durch Malware infizierte, ferngesteuerte Rechner (Botnet) durchgeführt. Getarnt war der Anbieter als Service für Stabilitäts-Tests.

Leak enttarnte Betreiber

Die US-Behörde war den Betreibern schon länger auf der Spur, berichtet der Spiegel. Die Identifikation der Betreiber ermöglichte allerdings erst der Sicherheitsforscher Brian Krebs. Er hatte von Unbekannten einen Leak der Datenbank des Shops erhalten.

Alleine zwischen April und Juli diesen Jahres sollen durch vDOS DDoS-Angriffe mit einer Gesamtdauer von rund neun Jahren ausgeführt worden sein. In zwei Jahren sollen die beiden Betreiber mehr als 600.000 Dollar erwirtschaftet haben.

Hausarrest und Internetverbot

Die zwei 18-Jährigen sollen gemäß eines Berichts von The Marker gegen 100.000 Dollar Kaution vorerst wieder das Gefängnis verlassen haben. Für sie gilt allerdings Hausarrest und Internetverbot. Dazu wurden auch ihre Pässe eingezogen. (gpi, 18.09.2016)

  • Alleine zwischen April und Juli sollen über vDOS Angriffe mit einer Gesamtdauer von neun Jahren gelaufen sein.
    foto: ap

    Alleine zwischen April und Juli sollen über vDOS Angriffe mit einer Gesamtdauer von neun Jahren gelaufen sein.

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