Nach Explosion: Fabrikbesitzer in Bangladesch angezeigt

12. September 2016, 10:59
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31 Tote, erste Untersuchung deutet auf Gasleck oder Explosion eines Druckkessels hin

Dhaka – Nach einer Explosion und mehr als 30 Toten in einer Verpackungsfabrik in Bangladesch hat der Vater eines Opfers den Fabrikbesitzer und sieben weitere Verdächtige wegen fahrlässiger Tötung angezeigt. Das bestätigte ein Polizeisprecher in der Hauptstadt Dhaka am Montag.

Demnach richtet sich die Anzeige gegen Syed Mokbul Hussain, Vorstandsvorsitzender der Betreibergesellschaft Tampaco Foils und ehemaliger Parlamentsabgeordneter. In der Fabrik wurden Verpackungen für Tabak und andere Konsumgüter hergestellt, das Unternehmen ist nach eigenen Angaben Zulieferer für Dutzende, auch internationale, Konzerne.

Am Samstag war in dem vierstöckigen Gebäude im Industriegebiet Tongi rund 20 Kilometer nördlich von Dhaka nach einer Explosion ein Feuer ausgebrochen. Das Gebäude stürzte schließlich ein. Bis Montag früh betrug die Zahl der Todesopfer laut Behörden 31, mehr als 50 Menschen wurden mit teils schweren Verletzungen in Krankenhäuser eingeliefert. Eine erste Untersuchung der Brandursache deutete den Angaben zufolge auf die Explosion eines Druckkessels oder auf ein Gasleck hin. (APA, 12.9.2016)

  • Das eingestürzte Fabriksgebäude in Bangladesch.
    foto: reuters/mohammad ponir hossain

    Das eingestürzte Fabriksgebäude in Bangladesch.

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