Bewaffnete stürmen Klinik im Süden Afghanistans

12. September 2016, 10:47
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Noch keine Infos zu Opfern oder Tätern

Kabul – Zwei unbekannte Bewaffnete haben am Montag in der südafghanischen Provinz Kandahar ein wichtiges Krankenhaus gestürmt, das vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) unterstützt wird. Das bestätigte Provinzratsmitglied Haji Agha Lali. Die Männer hätten die Mirwais-Klinik zu Mittag angegriffen. Ein Angreifer sei getötet worden, ein anderer kämpfe noch.

Zu möglichen Opfern oder den Tätern gibt es bisher keine Informationen. Nach Angaben eines Reporters des Radiosenders "Voice of America" könnte sich der Gouverneur der Provinz, Humaiun Asisi, im Gebäude befinden. Bisher hat sich niemand zu der Tat bekannt.

Laut IKRK, das die Klinik seit 1996 unterstützt, ist das Mirwais-Krankenhaus die einzige große chirurgische Klinik in Südafghanistan. Es diene als Anlaufstelle für mehr als fünf Millionen Menschen. Die Ärzte und Helfer brächten täglich Dutzende Babys zur Welt, behandelten aber auch Kriegsverletzte in einer eigenen Abteilung für "Kriegschirurgie".

Erst vor einer Woche hatten die radikalislamischen Taliban das Büro und das Gästehaus der internationalen Hilfsorganisation Care in der Hauptstadt Kabul angegriffen. Sechs Menschen waren verletzt worden. (APA, 12.9.2016)

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