"Pokémon Go": Niantic sperrt Spieler mit Root und Jailbreak aus

12. September 2016, 10:39
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Trick bietet unter Android Abhilfe – Neues Buddy-System hilft beim Sammeln seltener Candys

Mit einem neuen Update für Pokémon Go führt Hersteller Niantic nicht nur ein zentrales neues Spielelement ein, das Unternehmen nimmt auch eine Änderung vor, die so manche Gamer verärgern könnte.

Kein Root, kein Jailbreak

Die neueste Version des Spiels für Android (0.37.0) und iOS (1.7.0) prüft nun, ob das jeweilige Smartphone gerootet oder mit einem Jailbreak versehen wurde. Ist dies der Fall, verweigert Pokémon Go den Start, die Nutzer solcher Geräte werden also von der Teilnahme an dem dem Spiel ausgesperrt.

Niantic verweist darauf, dass man auf diese Weise gegen Bots und Cheater vorgehen will. Trotzdem dürfte dies auch viele treffen, die keinerlei spielerelevanten Manipulationen an ihrem Smartphone vorgenommen haben. Zumindest für Android hat die Community aber ohnehin bereits einen Workaround gefunden: Mittels des Mods Magisk lässt sich dort der Root-Zugriff ohne Neustart (de)aktivieren, und ersten Berichten zufolge reicht dies, um Pokémon Go wieder nutzen zu können.

Buddy

Parallel dazu wird mit dem Update das vor einigen Tagen bereits angekündigte Buddy-Feature eingeführt. Dabei können sich die Spieler ein Pokémon als Partnertier aussuchen, nach einigen Kilometer gemeinsam zurückgelegter Strecke gibt es dann ein passendes Candy. Der Wechsel zwischen verschiedenen Pokémon kann hier jederzeit erfolgen, allerdings gehen beim Tausch die bisher zurückgelegten Kilometer auf das nächste Candy verloren.

Ansonsten konzentriert sich die neue Version auf Fehlerbereinigungen. So wurde etwa ein Problem beseitigt, bei dem Eier fertig ausgebrütet wurden, ohne dass die Nutzer darüber informiert wurden. Außerdem soll es nun leichter sein kleine Pokémon auszuwählen, und auch die bislang recht häufigen Probleme beim Wechsel der Netzwerkverbindung sollen nun nicht mehr auftreten.

Zugriff

Die neue Version wird bereits über Play Store und App Store an bestehende Nutzer ausgeliefert. Unter Android benutzt Niantic dabei einmal mehr ein Wellensystem, es kann also einige Tage dauern, bis wirklich alle User das Update erhalten haben. (apo, 12.9.2016)

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    foto: apa/afp/getty images/justin sull
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