Salzburg schiebt sich an Spitze heran

11. September 2016, 18:30
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Meister liegt nach klarem Erfolg in der Südstadt nur noch zwei Punkte hinter Leader Sturm

Maria Enzersdorf – Red Bull Salzburg ist Tabellenführer Sturm Graz in der Bundesliga bis auf zwei Punkte nahegerückt. Der Titelverteidiger feierte am Sonntag zum Abschluss der siebenten Runde bei Admira Wacker Mödling einen verdienten 4:0 (1:0)-Erfolg, ist seit sechs Partien ungeschlagen aus und rückte vom vierten auf den dritten Rang vor.

Mit Jonatan Soriano (9.) und Paulo Miranda (53.) sorgten jene beiden Akteure für die Vorentscheidung, die nach Verletzungspausen ihr Comeback gaben. Es waren die einzigen Veränderungen bei Salzburg gegenüber dem 0:0 bei Rapid vor der Länderspielpause. Der nach Augsburg abgewanderte Martin Hinteregger musste ersetzt werden, Soriano bekam gegenüber Munas Dabbur den Vorzug. Für die weiteren Treffer sorgte der eingewechselte Takumi Minamino (85., 88.).

Die Admira bleibt damit ein Lieblingsgegner, die jüngsten fünf Duelle wurden gewonnen – und das mit dem imposanten Torverhältnis von 20:1. Die Salzburger tankten Selbstvertrauen für den Europa-League-Gruppenstart am Donnerstag (21.05 Uhr), wenn Kuban Krasnodar in die Red-Bull-Arena kommt.

Stellungsfehler begünstigt Führung

Die Salzburger legten einen Traumstart hin. Nach einer Berisha-Freistoßflanke schlief Daniel Toth, Soriano scheiterte zwar erst an Admira-Goalie Manuel Kuttin, staubte aber im zweiten Versuch ab (9.). Es war der zweite Saisontreffer für den zuletzt immer wieder angeschlagenen Goalgetter.

Die Salzburger hatten deutlich mehr vom Spiel, die zweikampfstarken Admiraner hielten aber das Geschehen halbwegs offen. Doch fehlte den Hausherren meist die Durchschlagskraft – mit Ausnahme eines von Andreas Ulmer abgefälschten Bajrami-Schusses, bei dem Alexander Walke eine Glanztat zeigen musste (19.). In der Defensive offenbarte die Admira immer wieder Mängel, womit eine höhere Führung der Salzburger vor der Pause durchaus möglich gewesen wäre.

Die kam vorerst nicht zustande, weil ein Wostry-Klärungsversuch knapp neben dem eigenen Tor landete (21.). Kuttin reagierte bei einem Soriano-Abschluss glänzend (28.), Wanderson rollte den Ball alleine vor Kuttin knapp am Tor vorbei (33.). Dabei zeigte sich die Stärke und Schwäche des 21-Jährigen, der mit seiner Schnelligkeit aufzeigte, aber im Abschluss Kaltschnäuzigkeit vermissen ließ.

Scheunentor

Nach dem Seitenwechsel versuchten die Südstädter offensiver zu agieren, wodurch sich Räume öffneten. Kuttin verhinderte im Duell mit Konrad Laimer in höchster Not noch einmal das 0:2 (52.). Das fiel eine Minute später aus einer Standardsituation, Miranda beförderte einen Wanderson-Corner per Kopf in die Maschen (53.).

In der Schlussphase wurde es deutlich. Minamino tanzte die Abwehr aus und traf ins lange Eck (85.), drei Minuten später schloss er, mit einem Lochpass ideal bedient, souverän ins kurze Eck ab. Sonntagsspiele bleiben damit für Salzburg ein gutes Omen, in den Kalenderjahren 2015 und 2016 gab es dabei noch keine Niederlage.

Die Admiraner halten dagegen weiter bei nur sechs Punkten und rutschten auf Rang acht ab. Mit 17 Gegentoren haben sie die meisten der Liga erhalten, nur zwei Zähler beträgt der Vorsprung aufs Tabellenende. (APA, red, 11.9.2016)

Bundesliga, 7. Runde, Sonntag

FC Admira Wacker Mödling – Red Bull Salzburg 0:4 (0:1)
BSFZ-Arena, 4.500 Zuschauer, SR Schörgenhofer

Tore:
0:1 ( 9.) Soriano
0:2 (53.) Miranda
0:3 (85.) Minamino
0:4 (88.) Minamino

Admira: Kuttin – Zwierschitz, Strauss, Wostry, Pavic – Bajrami, Lackner, D. Toth (81. Knasmüllner), Grozurek (63. Roguljic) – Starkl (73. Vastic), Sax

Salzburg: Walke – Lainer, Miranda (78. Wisdom), Caleta-Car, Ulmer – Laimer, Upamecano – Lazaro (64. Radosevic), V. Berisha (75. Minamino), Wanderson – Soriano

Gelbe Karten: V. Berisha, Wanderson

  • Salzburgs Valentino Lazaro mit einer sehenswerten Einlage in der Südstadt.
    foto: apa/punz

    Salzburgs Valentino Lazaro mit einer sehenswerten Einlage in der Südstadt.

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